Oct 11

Heute hat Swisscom bekannt gegeben, dass sie ihren Online-Bezahldienst per Ende 2006 einstellen würden. Das wundert mich eigentlich nicht so sehr, denn das war eine Art Prepaid-Karte. Wer gibt schon gerne im Voraus Geld aus und weiss nicht, ob er es je ausgeben kann. Denn es gab nur gerade 50 Organisationen, welche easypay als Bezahldienst akzeptierten. Zu wenig, um die nötige Masse zu erreichen. Der Nachfolgeservice Click&Buy, den Swisscom heute schon in einer Kooperation anbietet, hat mehr Chancen, denn dort muss der Konsument nicht im Voraus bezahlen. Ich selber setze am liebsten meine VISA-Karte zum Bezahlen ein, selbstverständlich mit der 3D-Secure-Technologie geschützt, so dass wirklich nur ich damit einkaufen kann.

Liebe Swisscom, erlauben Sie mir hier bitte eine Bemerkung? Die Medienmitteilung habe ich in Google News gefunden, welche von der Netzwoche und der Handelszeitung verbreitet wurden. Auf Ihrer Website konnte ich dazu nichts finden. Eine doch sehr fragwürdige Leistung, finde ich.

Swisscom Easypay

Oct 10

Kürzlich erst mahnte Google-Gründer Sergey Brin seine Leute, die hektische Lanciererei von neuen Services zu bremsen – man verwirre bloss die User. Sprachs, und ging stattdessen shoppen:

Google announced today that it has agreed to acquire YouTube, the consumer media company for people to watch and share original videos through a Web experience, for $1.65 billion in a stock-for-stock transaction. Following the acquisition, YouTube will operate independently to preserve its successful brand and passionate community.

Google kauft YouTube

Wer Erfolg hat und bei 3 nicht auf dem Baum ist, wird von Google gekauft – soweit nichts Neues. Und dennoch eine Premiere: Bisher kaufte Google ausschliesslich ergänzende Anbieter auf (Writely, Urchin). Mit YouTube hingegen hat man erstmals einen Konkurrenten übernommen: Google Video hatte in Sachen Marktanteilen schlicht keine Chance.

Oct 05

Gerade fragt mich eine Kollegin, ob ich die Website schweizerindex.ch kenne. Sie erhielt eine Offerte über einen Eintrag. Es gibt hier verschiedene Vorgehensweisen. Man kann natürlich sofort absagen, oder aber das Angebot seriös prüfen. Leider sind nicht alle Anbieter von Verzeichnissen seriös und viele setzen eine prächtige Website ins Netz und haben einen guten Verkäufer. So werden oft auch unwissende Kunden über den Tisch gezogen. Leider. Das schadet nur der ganzen Branche.

Hier meine Vorgehensweise:

  • Macht ein Eintrag aufgrund des Angebotes für meine Branche Sinn? Z.B. ist eine Firma, die produziert, im Verzeichnis von Wer liefert was (www.wlw.ch) sehr gut aufgehoben, weil viele Einkäufer dort tatsächlich suchen.
  • Findet man die Angebote überhaupt und ganz einfach? Testen Sie also die Suche auf jener Site und markieren Sie einmal einen unwissenden User. Wenn Sie selber nicht verstehen, wie die Suche funktionieren soll, dann werden es andere möglicherweise auch nicht verstehen. Je einfacher, desto besser.
  • Hat die Website Traffic? Fragen Sie den Verkäufer nach den Zahlen. Bitte keine Hits für Visits aufschwatzen lassen. Wichtig sind Visits, Page Impressions, Use Time und allenfalls auch Unique Visitors, aber auf keinen Fall Hits. Die sind wertlos.
  • Ist die Website WEMF-NetAudit beglaubigt? Das wäre das beste Argument und die Zahlen sind beglaubigt. Unseriöse Anbieter mit keinem Traffic lassen sich nämlich kaum beglaubigen.
  • Mein Tipp: Ich schaue immer im Alexa Ranking nach (www.alexa.com), auf welchem Rang eine Website steht. Ist sie auf Rang über eine Million, werde ich bereits etwas vorsichtig. Ist sie überhaupt nicht im Ranking aufgelistet, dann bitte Hände weg!

Das Alexa-Ranking von www.schweizerindex.ch beträgt über 1 Mio. Also ist eine gesunde Portion Vorsicht sicher nicht allzu schlecht.

alexa-ranking

Das Alexa-Ranking ist mathematisch nicht absolut genau, gibt aber einen guten Hinweis.

Quizfrage: Welche Website ist die Nr. 1? Es ist nicht Google, wie viele vermuten würden. Wer errät es als erster?

Der Hauptpreis: Man darf weiterhin auf unserem Blog unentgeltlich lesen und sein Wissen erweitern.

Oct 04

Die Klickpreise für Google AdWords sind erstmals seit dem Juni wieder gestiegen, die Anzahl gebuchter Werbeplätze hat zum zweiten Mal in Folge zugenommen und das Frühjahrs-Niveau fast schon wieder erreicht – der Jahresendspurt hat begonnen.

Swiss Adex im September: Der Jahresendspurt hat begonnen

Nach den Versicherungen im August legten im September zwei ganz andere Branchen stark zu: Die Anbieter von Unterhaltungselektronik steigerten ihre Klickpreise um fast 40 Prozentpunkte, und auch die Anzahl AdWords wuchs mit 20 Punkten (plus 5 AdWords) stark an – die Entscheidungsprozesse in Sachen Weihnachtsgeschenk sollen offenbar angeschoben werden. Dass zugleich auch die Werbe- und Kommunikationsbranche kräftig zugelegt hat, dürfte andere Gründe haben: offenbar bemüht man sich um Restbudgets. Eine andere Branche spürt das Ende des Sommers auf ganz andere Art: Nach kurzer Atempause befindet sich die Tourismus-Branche wieder im Würgegriff des Auslands: In diesem Umfeld stammte im September nur jede vierte Anzeige aus der Schweiz.

Zum aktuellen Swiss Adex

Oct 03

Google hat still und leise eine alternative Suchplattform aufgeschaltet: SearchMash. Sieht so aus, als teste man dort ein paar Ideen aus.

SearchMash

Features:

  • Die Suchabfrage kann eingetippt werden, ohne dass sich der Cursor im Suchschlitz befinden muss (funktioniert mit Firefox solala).
  • Die URLs innerhalb der Trefferliste können per Dropdown weiter erforscht werden (similar pages, cached copy etc.).
  • Die Trefferliste enthält Bilder.
  • Die Ergebnisse können von Hand umsortiert werden.

Und auch wenns nicht so aussieht – searchmash ist definitiv ein Google-Produkt. Bleibt bloss die Frage: Was zum Kuckuck…?