Mar 09

Das revidierte Fernmeldegesetz sieht vor, dass der Versand unverlangter Mails und SMS unter Strafe gestellt wird.

Voraussichtlich per 1. April 2007 wird der Spam-Versand (E-Mail oder SMS) in der Schweiz unter Strafe gestellt. Das sieht das revidierte Fernmeldegesetz vor. Wer ohne Einwilligung der Adressaten Massenwerbung verschickt oder Dritte damit beauftragt, muss mit Bussen oder Freiheitsstrafen rechnen. Im weiteren sieht das Gesetz vor, dass Mails mit einer gültigen Absenderadresse versehen werden und dem Empfänger die Möglichkeit zur Abmeldung gegeben wird. Zulässig ist der Streuversand an bestehende Kunden, solange eigene Produke oder Leistungen beworben werden. Wer Spam erhält, soll künftig vom Provider Auskunft über den Absender verlangen können. Vorerst ist das revidierte Fernmeldeverordnung allerdings noch umstritten. Es wird v.a. die Wirksamkeit angezweifelt, denn nur ein Bruchteil der Spam-Mails wird aus der Schweiz verschickt. Das Gesetz soll diesen Monat verabschiedet werden.

Dieser Schritt ist sicherlich zu begrüssen, nur ob es etwas bringen wird? Das bezweifle ich. Die meisten Spam stammen aus dem Ausland, so die Werbung für Viagra & Co. Aber sicher kann man gegen die nervigen Lampen, die immer mehr auch als deutschsprachige Mailings massenweise verschickt werden. Gut ist auf jeden Fall, dass man Spammer verklagen kann. Unsicher ist, wo der Trennstrich zu Spam gezogen wird. Wann ist eine unverlangte E-Mail Spam. Ich erhalte täglich unverlangte Mails, die ich nicht als Spam betrachte. Ist ein Einzelmail auch schon Spam, wenn es unverlangt passiert?

Mar 08

Die Anzahl gebuchter Werbeplätze bei Google ist wieder gestiegen, die Klickpreise hingegen sind nach langer Stagnation massiv gefallen.

Swiss Adex im Februar: Preissturz bei Google

Nach dem Hoch im Dezember und dem erwarteten Absinken im Januar waren im Februar wieder mehr Anzeigen bei Google zu sehen: Pro Suchabfrage wurden rund 36 Textanzeigen eingeblendet (Vormonat: 34), womit sich der Aufwärtstrend insgesamt also fortsetzt. Überraschend hingegen ist, dass die Klickpreise mit CHF 1.34 den tiefsten Stand seit Einführung des Swiss Adex erreicht haben (Vormonat: CHF 1.50), und dies nach einem halben Jahr der Stagnation. Der Grund: Seit Februar informiert Google im Zusammenhang mit dem so genannten Qualitätsfaktor viel transparenter, was der tiefstmögliche Klickpreis wäre – eine Zusatzinformation, die der Markt offenbar umgehend genutzt und die Klickgebote quer durch alle Branchen gesenkt hat.

Zum aktuellen Swiss Adex

Mar 06

Am 6. März 2007 – im Rahmen eines Anlass des Internet-Briefing – hat Dorian Selz, CEO von local.ch, einen Vortrag mit folgendem Titel gehalten:

Neue Technologien für bessere Websites: Mash-up, RSS, Ajax, OpenID,Tiny URLs ,Semantic, Tags, User Generated Content und Bewertungen

Dorian Selz

Mash-ups

Anhand seines eigenen Lebenslaufs zeigt er auf, was man mit Mash-ups machen kann, z.B. wie man langweilige Immobilieninserate auf einer Karte am richtigen Ort mit zusätzlichen frei verfügbaren Bildern ergänzt (z.B. aus Flickr) darstellen kann.

Web 2.0

Was ist Web 2.0? – Er stellt die Definition “Design Patterns and Bujsiness Models for the Next Generation of Software” in Frage. Er vertritt die Meinung, dass Web 2.0 mehr Komfort, mehr Interaktion und mehr Innovation bedeute, unbedeutend, ob man Web 2 oder 3 sage.

AJAX

Er zeigte auf, wann man AJAX (Asynchronus Javascript and XML) einsetzen solle und wann nicht. Er zeigt anhand des Anzeigeaufgabeprozesses für ein Auto auf local.ch auf, wie man AJAX sinnvoll einsetzen kann. Aber AJAX sei kein Allerweltsheilmittel. Es brauche eine klare Zielsetzung, wie z.B. die Interaktion zu vereinfachen, die Fehler zu reduzieren oder ein interaktiveres Erlebnis zu bieten. AJAX sei in der Entwicklung schwieriger und man brauche wieder einiges an Zeit, um die neue Technologie zu beherrschen.

User Generated Content

Der Long Tail wirke auch hier, d.h. dass es wenige Autoren gibt, die viel schreiben und sehr viele Autoren, die sehr wenig schreiben. UGC bietet tolle Möglichkeiten, mit einigen Abers. Es verlangt Ausdauer, Offenheit, Engagement, Kritikfähigkeit und die Bereitschaft, die Kontrolle aufzugeben.

Microformats (z.B. hCard)

Interessant ist die Idee der Microformats, wo man Inhalte einer Website als hCard bereitstellen kann, die dann von anderen Websites selber integriert und mit anderen Inhalten kombiniert werden können. Er betrachtet diese Technologie als der Anfang des Endes der vertikalen Portale wie Immobilienportale. (“Na, da sehen wir mal, wie lange das wohl dauern wird.”)

OpenID

Hier geht es um Single-Sign-On. So kann man den einen Zugriffsschlüssel oder Key für alle Anwendungen nutzen. Er zeigt dies anhand des eigenen Beispiels auf http://id.local.ch.

Seine Schlussfolgerungen:

  • Das Internet wird mündig.
  • Technologieeinsatz mit Ziel (Der Nutzer ist König -> das ist ja eigentlich nichts Neues).

Der hervorragende Vortrag befindet sich auf: dorian.freeflux.net

Mar 02

Google geht gegen den Click-Frau vor:

http://adwords.blogspot.com/2007/02/invalid-clicks-googles-overall-numbers.html

Das ist zu begrüssen, denn oftmals ist der Klick-Betrug eines der Argumente oder ein Vorbehalt gegenüber der Werbung mit Google AdWords.

Google hat nun sein 3-Stufen-System gegen den Klick-Betrug bekannt gegeben. Die ersten zwei Stufen sind proaktiv und werden über Filter und eine dritte reaktive Stufe.

Dieser Schritt ist zu begrüssen, denn so können die schwarzen Schafe, u.a. auch im Google Werbenetzwerk (Google AdSense) hoffentlich entlarvt werden. Hätte das Google nicht gemacht, dann wäre sein wichtigstes Geschäftsmodell einmal in Frage gestellt worden.

Ebenso ist es zu begrüssen, dass Google diesen Schritt von sich aus macht (proaktiv).