May 29

Ein neues Mail-Protokoll soll Abhilfe gegen Spam bringen. Mit einer neuen Absenderidentifikation per Domainkey aus dem DNS-Eintrag sollen künftig Spammails besser erkannt und verhindert werden können.
Die Internet Engineering Task Force IETF hat in Form eines Request for Comments ein neues Antispam-Protokoll veröffentlicht. Der RFC 4871 beschreibt ein Verfahren zum Mail-Versand, das auf der seit 2005 diskutierten DKIM-Technik basiert (Domainkeys identified Mail). DKIM identifiziert den Mail-Absender anhand des sogenannten Domainkey. Dabei handelt es sich um eine Signatur, die im DNS-Eintrag der Absenderdomain erfasst und so an den Absender gekoppelt ist. Beim Versand signiert der Mail-Server die Meldungen automatisch. Auf der Empfängerseite wird die in der Meldung enthaltene Signatur dann mit dem DNS-Eintrag verglichen. Auf diese Weise lässt sich die Authentizität des Absenders nachweisen.
Mit DKIM sollen “kreative” Spam-Verfahren wie personalisierte Betreffzeilen ausgebremst werden, die von den bisherigen Spam-Filtern nur schwer erkannt werden.

Die Gesetze haben ihre Wirkung nicht entfalten können, denn die Hardcore-Spammer sind kaum dingfest zu machen. Bleibt also nur die technische Lösung. Hoffen wir, dass die oben beschriebene Massnahme bald umgesetzt werden kann. Nur dürften da einige Monate ins Land ziehen. Mittlerweile erreichen mich täglich um die 250 Spammails! Ist wirklich schlimm.

In der Schweiz befindet sich die Digitale Signatur in der Einführung. Sollten einmal genügend davon im Einsatz stehen, könnte man dazu übergehen, nur noch Mails mit gültiger Signatur zu akzeptieren. Dann würden die Spammails ebenso drastisch zurückgehen. Aber auch diese Lösung dürfte noch Jahre dauern, bis jeder Schweizer über eine solche Signatur verfügen wird. Zumal die Installation nicht gerade so einfach und daher massenfähig ist.

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