Jul 26

Digitalgeschäft von Hubert Burda Media legt um mehr als 32 Prozent zu

Verleger Burda: Setzt aufs Internet
Das Internet ist nicht nur das Lieblingsthema von Hubert Burda, es rettete dem Verleger 2006 auch die Bilanz: Während das Kerngeschäft Zeitschriften, Druckereien und Verlage stagniert oder schrumpft, wuchsen die Erlöse im Netz um 32,4 Prozent auf knapp 231 Millionen Euro. “In der Medienbranche gab es gewaltige und nachhaltige Veränderungen”, meint Burda und plant: “Wir entwickeln unsere Marken zu Media Communitys und bilden so Schnittstellen zwischen Print und Online.”

Insgesamt konnte die Mediengruppe aus Offenburg und München den Umsatz um mehr als fünf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn sei stabil geblieben, genaue Zahlen gibt Burda nicht bekannt. Während die Druckereien ein Minus von rund vier Prozent einfuhren und der Umsatz mit den rund 70 Magazinen, darunter Titel wie “Focus”, “Bunte”, “Freundin”, “Freizeit Revue” oder “Lisa”, nur um 0,4 Prozent wuchs, legt der Konzern im Ausland – um knapp 13 Prozent – und vor allem im Internet zu. Dort wird etwa jeder siebte Euro oder knapp 15 Prozent des Umsatzes erzielt. Bis 2012 soll dieser Anteil auf 50 Prozent wachsen. “Die Digitalisierung der Medien beschleunigt sich”, so Burda. “Medien und Marken entwickeln sich mehr in Monaten denn in Jahren.”

Für Werbung gewännen E-Commerce, Suchmaschinen und Communitys an Bedeutung, so der Verleger. Daher setzt Burda nicht mehr nur auf den Transfer von Titeln ins Netz und auch nicht mehr nur auf Wachstum aus eigener Kraft. Seit Längerem kauft und investiert die Konzerntochter Burda Digital in Webunternehmen, zuletzt in den Geschenkedienst Edelight und die Videoplattform Sevenload. Waren anfangs noch Onlineshops wie Valentins (Blumen), Cyberport (Elektronik) oder Zooplus (Tierbedarf) gesucht, beteiligt sich Burda nun verstärkt an Communitys und Web-2.0-Angeboten wie Holidaycheck, Nachtagenten oder Suite101. Und schon werden aus Beteiligungen auch eigene Medienangebote. Gerade entsteht Hallohund.de für Tierfreunde und im August startet die Spieleplattform Alaplaya.

Quelle: www.internetworld.de

Ein sehr interessanter Artikel. V.a. das es doch Medienverlage gibt, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben und dem Internet die Bedeutung einräumen, welche es heute schon hat. Internet hat bei der Mediennutzungsdauer europaweit Print (Tageszeitungen und Fachpresse) schon lange hinter sich gelassen. In Frankreich ist es gerade dabei, die Nr. 2, das Radio, den Platz streitig zu machen.

Auch hierzulande gibt es gute Beispiele (Cash daily), wo die Verlage begriffen haben, wie spät es ist. Aber die Zahl der Verlage, welche das noch nicht gemerkt haben, und meinen, man könne aus dem Printmedium als Abfallprodukt eine schlecht gestaltete und somit schlecht besuchte Website generieren, sind noch in der Mehrzahl, so u.a. auch meine bisherige Tageszeitung, das St. Galler Tagblatt als Beispiel.

Jul 25

Mit der heutigen Lancierung von Logcut, dem ersten Schweizer Premium-Blogportal, eröffnet AdLINK Werbeauftraggebern exklusiven Eintritt in die Welt der Blogs. Bestand bis anhin das Problem der Unübersichtlichkeit und mangelnder Qualitätskontrolle bei den zahlreichen Blogs, bietet das Blog-Portal Logcut dem Leser einen einfachen und übersichtlichen Einstieg in die Welt des „Du und ich – Journalismus“.

Die in der Blog-Vergangenheit oftmals vernachlässigte publizistische Qualität steht beim Blog-Portal Logcut dank hohen Qualitätsanforderungen an erster Stelle. Den Leser erwarten aussergewöhnliche Inhalte mit spannenden Informationen aus der Tastatur hochwertiger Blog-Autoren. Die Inhalte der einzelnen Autoren werden kategorisch miteinander verbunden. Mit nur einem Klick auf die gewünschte Kategorie erhält der Leser alle relevanten Artikel aus unterschiedlichen Quellen aufgelistet. „Als Premium Medienangebot fokussieren wir uns vor allem auf qualitativ hochwertige Blogs. In Partnerschaft mit Swissblogpress, der Interessenvertretung für Blog-Betreiber, werden Schweizer Blogs mit publizistischem Anspruch selektioniert und zusammengefasst“ so Peer Dittmar, Begründer von Logcut.

Quelle: Medienmitteilung von Adlink vom 25.7.07


www.logcut.com

Die Idee finde ich bestechend; ein Aggregator von Blog-Inhalten und dann daraus die Vermarktung. Der Schlüssel zum Erfolg dürfte der nötige Traffic auf Logcut und allen vermarkteten Blogs werden. Da bin ich mal gespannt, wie sich der Traffic von Logcut entwickeln wird.

Um offen zu sein, wir vom Blog onlinemarketingreport.ch gehören auch dazu und wünschen natürlich ganz “uneigennützig” viel Erfolg.

Jul 21

Vorgestern konnte ich ein für mich persönlich “historisches” Ereignis verzeichnen. Ich habe meine letzte Tageszeitung erhalten. Das wird das St. Galler Tagblatt überhaupt nicht freuen, aber es ist nun mal so. Der Nutzen einer täglichen Zeitung ist für mich schon lange nicht mehr gegeben und so war das ein logischer Schritt.

Viele werden sich nun fragen, wie ich dieses “Informationsdefizit” wohl decken werde. Hier sind meine Infoquellen aufgeführt (in der Reihenfolge des Konsums im Verlaufe des Tages, nicht aber nach der Priorität oder Dauer):

  • TV am Morgen: SF Info und ARD-Frühstücksfernsehen (15 Min.)
  • Internet: V.a. Newsletters und ab und zu News-Sites
  • Ab und zu Gratiszeitungen (wenn ich im Ausgabebereich bin und noch eine erwische)
  • Blogs über RSS-Feeds (hin und wieder, nicht täglich)
  • Podcasts v.a. während meiner Autofahrten (iPod und Memorystick im Autoradio)
  • TV: 10 vor 10 abends oder über SF Info morgens

Ich glaube, dass die bezahlten Tageszeitungen ein Auslaufmodell sind. Den elektronischen Medien gehört die Gegenwart, den Möglichkeiten im Internet wie Blog, Podcast und Vlog (Video-Podcast) ganz eindeutig die Zukunft. Der Presse räume ich auch einen gewissen Platz ein. V.a. die Fachpresse wird ihren Platz behaupten können, aber die Tagespresse, v.a. die bezahlte wird unter Druck geraten; davon ausgenommen dürften die Pendlerzeitungen sein.

Jul 19

Der Juni bewährt sich als guter Google-Monat: Wie schon 2006 schoss die Anzahl gebuchter Werbeplätze in die Höhe, diesmal gleich um fast 30 Prozent.

Swiss Adex im Mai: Fast 30% mehr Google-Werbung

Waren im Mai pro Suchabfrage noch gut 15 verschiedene Unternehmen mit Google-Werbung präsent, so stieg diese Zahl im Juni auf über 19. Zugelegt hat vor allem eine Branche, die offenbar von den erhöhten Temperaturen zu profitieren hofft: Im Juni waren neu 32 Partnervermittler präsent, drei Mal so viel wie noch im Mai. Keine Erholung ist bei den Klickpreisen in Sicht: Seit nunmehr drei Monaten verharren die durchschnittlichen Kosten pro Klick auf dem sehr hohen Niveau von knapp 2 Franken.

Zum aktuellen Swiss Adex

Jul 11

Google hat heute ihren neuen Kartenservice Google Mapplets angekündigt (siehe Press release).

Man kann dort selber Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen zur eigenen Karte hinzufügen und diese mit eigenen Bemerkungen versehen. Das eignet sich hervorragend für die Urlaubs- und Freizeitplanung: http://maps.google.com

Auf obiger Abbildung sieht man solche Mapplets (siehe empfohlener Content) wie z.B. die Webcams auf webcams.travel, Hotebuchungen über booking.com oder ein Tool für die Distanzberechnung.

Mit dem Distanzberechnungstool kann ich z.B. in einer Stadt berechnen, wie lange meine Stadttour sein wird, wie ich das im unten stehenden Beispiel in Luzern gemacht habe.

In diesem Tool liegt m.E. ein riesiges Potenzial für Google. Im Gegensatz zu den Kartenlösungen von local.ch und map.search.ch kann der Benutzer selber seine eigene Karte gestalten, mit Mapplets nach seinen Bedürfnissen füllen und eigene POI angeben.

So individuell wie Web 2.0 eben ist. Web 2.0 – Das Mitmach-Web.

Und weil wir gleich bei Web 2.0 sind, hier noch die Produktepräsentation von Google Web 2.0-like: