Aug 29

Die Schweizer Medien blasen zum Gegenangriff auf Google. Der Verband Schweizer Presse (VSP) wirft dem Internetriesen vor, mit seinem Newsdienst Urheberrechte zu verletzen und unlauteren Wettbewerb zu betreiben. Zugleich plant ein Verbund von sieben Medienhäusern, google.news.ch mit einem alternativen Online-Angebot zu bekämpfen, wie Recherchen von “persoenlich.com” ergeben.

Quelle: www.persoenlich.com

Es gibt Firmen, die an spezialisierte Agenturen im Suchmaschinenmarketing viel Geld bezahlen, damit sie qualifizierten Traffic von Google erhalten. Die Aktion der Schweizer Medien halte ich aus diesem Grunde für sehr dumm. Es wäre ja das gleiche, wenn jemand in Google weit vorne platziert ist und dann Google wegen diesem guten Ranking einklagen würde. Da würden sich alle an den “Kopf greifen”. Haben die Schweizer Medien denn das Internet noch immer nicht begriffen. Google News zeigt ja nur Anrisstexte mehr nicht und leitet den interessierten User an die Quelle weiter, wie das eben eine Suchmaschine ganz allgemein macht. Und dafür wollen die Verleger entschädigt werden? Als ich das heute las, musste ich laut auflachen und den Kopf schütteln. Nochmals: Viele Firmen bezahlen für Google AdWords und ein gutes Ranking im organic listing bei Google viel Geld.

Eine solche Defensivstrategie betrache ich als sehr gefährlich. Wohin haben bisher z.B. die Bestrebungen der Musikindustrie gegen MP3 und die Musikdownloadseiten geführt? In einer Defensivstrategie hat man begonnen, die Leute per Anwalt abzumahnen (auch kleine Mädchen wurden so abgemahnt). Obige Aktion der Schweizer Verleger erinnert mich etwas an diese Strategie. Wie wäre es doch einmal, statt die eigenen Pfründe zu verteidigen, mal etwas Innovatives hervorzubringen. Nokia beispielsweise war vor vielen Jahren eine Holzbaufirma und hatte sich in einen Technologiekonzern entwickelt. Aber zu solchen Strategien fehlen vermutlich den Schweizer Medien die richtigen Köpfe.

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