Am Dienstag, 5.9.06, hat Qris Riner in einem sehr guten Vortrag die Chancen und Gefahren von E-Mail-Marketing aufgezeigt. Dabei ist auch das Thema Spam zur Sprache gekommen. Was ist Spam? Ist das ein Massenmailing, wo jemand Viagra loswerden möchte? Was, wenn ich ein gutes Produkt habe und das unverlangt, also ohne Permission, an die richtige Zielgruppe schicke? Oder ist es gar schon Spam, wenn ich ein Einzelmail an jemanden schicke, der mich nicht danach gefragt hat?
Hier scheiden sich die Geister. Ich persönlich bin der Ansicht, dass es auch dann Spam ist, wenn ich ein Massenmailing an “meine” Zielgruppe mache. Beim Einzelmail bin ich etwas unentschlossen, da ich nicht zur “Hardcore-Antispam-Lobby” gehöre. Wenn ich einem Kunden ein Einzelmail mit einem Angebot schicke, dann verhält es ich wie mit einem Brief.
Am 6.9. habe ich unten stehendes Mail erhalten. Das fand ich nicht so toll, denn man sieht nicht, auf welche Mailadresse es geschickt wurde und ich habe es nicht verlangt. Ist das ein verzweifelter Rettungsversuch einer Branche, die wegen der Digitalfotografie und der persönlichen Fotodrucker ohnehin verschwinden wird? So ein Mail ist wirklich beschämend: Kein Absender (Signatur oder Impressum fehlt völlig!) und der Empfänger wird nicht mal gegrüsst.
Liebe Fotolabo-Leute, vergesst solche Spam-Mails aus der unteren Schublade bitte rasch, sonst zerstört Ihr euren Brand, bzw. das was davon noch übrig ist, ziemlich rasch. Ich auf jeden Fall, werde nichts bei euch kaufen.
E-Mail-Marketing ja, aber richtig!

P.S. So “herzlich” fand ich das Mail nun doch wieder nicht (siehe Grussformel).
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