Oct 17

Drei Trends verheissen klassischen Werbeagenturen eine trostlose Zukunft.

Erstens
Jeder Werber, der sich an die eine oder andere Rezession erinnern mag, weiss: Die Werbebudgets sinken immer zuerst. Wir erinnern uns ans letzte Tief: 2003 gings vielen Agenturen sehr mies. Damals geriet sogar Wirz (eine UBS unter den Werbeagenturen) ins Wanken und brauchte frisches Geld zum Überleben. Einige Agenturen gingen ein, andere schrumpften zur Unkenntlichkeit. Aber die aktuelle Krise, von der die meisten glauben, dass wir sie schon haben, wird die klassischen Werbeagenturen noch härter treffen. Denn die meisten Agenturen werden nicht nur Budgetkürzungen hinnehmen müssen, sondern …

Zweitens
… gleich ein Viertel ihrer Kundschaft verlieren. Das internationale Beratungsunternehmen Sapient hat nämlich in einer europäischen Untersuchung auch 100 Schweizer Unternehmen befragt, ob sie mit der digitalen Kompetenz ihrer Werbeagentur zufrieden seien. Nicht wirklich, sagten satte 90 % der Befragten, und jedes vierte Unternehmen wollte sich deshalb in den nächsten 12 Monaten nach einer anderen Agentur umsehen. Also verlieren potenziell 90 % der Agenturen 25 % ihrer Kunden. Und ja, ich weiss, dass man das nicht einfach so hochrechnen darf.

In Deutschland sind 90 % der Auftraggeber mit dem Digital-Know-how ihrer Agenturen zufrieden, so die Studie. Warum ist das in der Schweiz so anders? Entweder war bisher die Nachfrage nach digitaler Werbung bei Schweizer Agenturen so gering, dass es der Aufwand nicht wert war, sich das entsprechende Know-how mühselig anzueignen. Oder die Agenturen haben es erfolgreich geschafft, ihren Kunden digitale Ambitionen zum Erhalt der Agenturprofitabilität immer wieder auszureden.

Seit 1995 habe ich an unzähligen Internet-Veranstaltungen teilgenommen, an denen digitales Know-how kostengünstig oder gratis abgegeben wurde, immer mal wieder auch als Referent. An diesen Veranstaltungen trifft man allerlei Leute, aber eigentlich nie Werber. Auf den Teilnehmerlisten sucht man vergeblich nach Agenturnamen, während deren Kunden schön aufmerksam in den Reihen sitzen. Jetzt soll sich mal einer wundern.

Drittens
Der Budget-Shift von Off- Richtung Online bei den Werbeausgaben fängt nun auch in der Schweiz definitiv an stattzufinden. Die oben erwähnte Studie erwartet im nächsten Jahr einen Online-Zuwachs von 42 Prozent. Verglichen mit dem trendbestimmenden nahen und fernen Ausland herrscht in der Schweiz ja noch gewaltiger Nachholbedarf, wie er in diesem Blog schon öfter abgehandelt wurde. Ich glaube, auch da sind wir bloss etwas langsamer und nicht etwa eine Insel.

(Quelle: Werbewoche)

Oct 17

Google AdWords werden bekanntlich auch auf den Partnersuchmaschinen von Bluewin, [search.ch] und anderen eingeblendet. In welchem Ausmass und mit welcher Performance war bisher nicht bekannt. (Crossposting)

Seit gestern [16.10.08] weist Google die entsprechenden Werte nun aus – nicht bis auf Keyword-Ebene hinab, und auch nicht auf einzelne Suchpartner heruntergebrochen, aber immerhin aggregiert.

Wir haben mal etwas mehr als 1 Mio. Impressions und rund 75’000 Klicks untersucht, die im September via AdWords für 4 verschiedene Schweizer Online Shops erzielt worden sind. Fazit: Bei Suchplattformen ausserhalb von Google wird eine unterdurchschnittliche Performance erzielt – Klick- und Konversionsraten sind bei Google klar besser:

google-vs-suchpartner

Schade, dass man (im Unterschied zum Content-Netzwerk) die Kampagnen bei den Google-Suchpartnern bisher nur unterbinden, nicht aber separat managen kann…

Oct 16

Sitelinks: Welche Links werden von Google ausgewählt?
von Corinne von Ballmoos

Sitelinks sind zusätzliche Links unterhalb der Beschreibung und der URL auf der Ergebnissliste einer Suchabfrage bei Google. Sie werden nur bei präzisen Suchanfragen wie zum Beispiel nach dem Firmennamen oder dem Domainnamen angezeigt.
Google gibt keine Auskunft darüber, wie Sitelinks ausgewählt werden. Meistens gibt die, vom Google- Algorithmus getroffene automatische Linkwahl, nicht die firmeninternen Priorisierung wieder. Wenn auf einer Website viele Links vorhanden sind, ist es besonders schwierig für Google die beste Linkauswahl zu treffen. Bekannt ist, dass Google normalerweise Navigationslinks auflistet.
beispiel-google-sitelinks.jpg (27 KB)

Im Beispiel von swissworld.org wurden von Google neben der Suche, vier Navigationslinks aus der vertikalen Linkspalte und ein Navigationslink aus der horizontalen Linkspalte ausgewählt. Zudem wurden zwei Links aus dem Contentteil aufgelistet.

Manchmal kann Google Sitelinks anzeigen, die zu Seiten führen, die nicht für Websurfer bestimmt sind oder die zu veralteten Seiten führen. Im Google Webmaster Tool können solche ungewünschten links unter Links > Sitelinks einfach entfernt werden. Leider können nur dort nur Seiten entfernt werden und keine Neuen vorgeschlagen werden.

Als Teil des Zertifikatslehrgangs CAS E-Commerce & Online-Marekting an der FHNW in Basel arbeiten die Studierenden Online-Marketing-Fachthemen auf.  Dieser Beitrag über Sitelinks in Google stammt von Corinne von Ballmoos und ist auch auf Ihrer Website Plakative- Online-Marketing zu finden.

Oct 15

Gestern titelte persoenlich.com in seinem Newsletter über die Fi nanzkrise wie folgt: 

“Diese Krise wird die Medienlandschaft verändern”
Im Sommer sprach man an Branchentreffen noch von wachsenden Werbebudgets. Mit der Finanzkrise hat sich die Stimmung dramatisch gewandelt. Der Höhenflug der letzten Jahre scheint ein abruptes Ende zu finden. Die Finanzkrise wird die Schweizer Medien- und Werbewirtschaft erfassen, an dem zweifelt niemand. Die Branche spricht gar von einem “Déjà Vu” und meint damit das Jahr 2001. “persoenlich.com” hat sich mit Branchenvertretern unterhalten und versucht die Folgen der Krise abzuschätzen.

 Gerade hier sehe ich eine Chance für die Online-Marketing-Industrie, dass sich die Verantwortlichen gerade jetzt einmal überlegen, ob sie weiterhin viel Geld in die klassischen Medien Print, TV, Radio, Aussenwerbung etc. investieren möchten, oder sich eben doch einmal mit den vielen wirkungsvollen und auch kostengünstigeren Instrumenten des Online-Marketings beschäftigen möchten. Im Jahre 2001 hat es einen grossen Einbruch gegeben. In vielen Bereichen, v.a. bei den Rubrikeninseraten konnten in der Folge gerade die Online-Portale übermässig an Marktanteilen gewinnen.Vielleicht ist das ja jetzt gerade die Chance, dass sich auch die vielen Digital Immigrants eben nun endlich einmal bewusst werden, dass es immer mehr Digital Natives gibt, welche über die klassischen Kanäle immer weniger erreichbar sind.

Oct 14

geschenkidee.ch - der grösste Schweizer Online Geschenkshop

Ringier übernimmt per Ende November den führenden Online-Geschenkanbieter geschenkidee.ch. Damit setzt Ringier seine schon fast traditionelle vorweihnächtliche Einkaufstour auch in diesem Jahr fort.

Nach Angaben des Verlagshaus’ stärke man damit die kommerzielle Onlinestrategie.

Geschenkidee.ch ist einer der erfolgreichsten Onlineshops der Schweiz und hat seine Position über mehrere Jahre behauptet und gefestigt. Ringier erweitert damit sein Beteiligungsportefeuille um ein starkes Standbein im E-Commerce und kann dem Geschenkshop neue Perspektiven und weitere Ausbauschritte bieten.

(Crossposting vom carpathia: e-business.blog)