Mar 22

Während Verlage in der momentanen Situation um jeden Werbekunden kämpfen müssen, können die Werbegattungen Internet und Radio zulegen. Gemäss einer Meldung von Goldbach Media stieg der Werbedruck im Internet im Februar um 10 und im Radio um 3 Indexpunkte. Gemäss Goldbach Media Index (GEMI) ging gleichzeitig der Gesamtmarkt um einen Indexpunkt zurück.

Der GEMI zeigt im Februar im schwierigen Wirtschaftsumfeld die Stärke der elektronischen Medien: Internet wächst auch im Februar mit 8 Indexpunkten auf 386 (378). Radio steigt um 3 auf 249 (246) Indexpunkte. TV und Teletext sinken nur je um einen Indexpunkt auf 446 bzw. 160.

Alle E-Medien zusammen behaupten sich auf dem Vormonatswert von 429 Indexpunkten, während der Index für alle Medien um einen Punkt auf 191 fällt.

In den USA ist die Entwicklung viel dramatischer. Während fast wöchentlich eine Zeitung bankrott geht, gewinnen die Online-Medien und können trotz Krise noch leicht wachsen. Der Paradigmawechsel in der Mediennutzung zeigt sich nun offensichtlich auch in den Werbeerträgen. Die Entwicklung in den USA wird auch Europa heimsuchen. Die Entwicklung im hiesigen Printmarkt (Fusion Tamedia mit Edipresse), Einstellung der Printversion von Cash etc. werfen ihre Schatten voraus.

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