Apr 29
Eine in Fachkreisen schon länger vermutete Funktion wird nun von Google heute offiziell angekündigt: Die Google Suchergebnisse können von den Usern kommentiert und personalisiert dargestellt werden. Ist das die Antwort von Google auf Web 2.0 und Web 3.0 in einem Aufwisch? Bestimmt ist das erst der Anfang, bei dem Google die kollektive Intelligenz nutzt und die User teilhaben lässt.
Das bedeutet nur fürs SEO (Search Engine Optimization) plötzlich eine neue Dimension. Der User kann das Ergebnis selber beeinflussen. Alle User zusammen können so “gemeinsam” bestimmen, welche Ergebnisse für sie am relevantesten sind. Das Angebot wird so noch wichtiger und nicht die SEO-Techniken. Es kann in Zukunft durchaus vorkommen, dass eine Website nicht wegen der bisherigen SEO-Techniken ganz vorne landet, sondern weil sie von den Benutzer/innen als gut angesehen und so bewertet wurde. Ich bin gespannt, wann diese personalisierten Ergebnisse dann der Allgemeinheit auf der “unpersönlichen” Google-Suche “freigegeben” werden, bzw. plötzlich als Hauptkriterium fürs SEO gilt.
Hier ein Ausschnitt aus der offiziellen Medienmitteilung mit vielen Bildern:
Ab sofort können Nutzer der Google Suche Einfluss auf ihre Suchergebnisse nehmen, die Suchanpassungen Anderer nutzen und ihre personalisierten Ergebnisseiten an Freunde weiterleiten. Google stellt heute eine Funktion vor, mit der die Anzeige der Suchergebnisse verändert werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass man sich zuvor bei seinem Google-Konto angemeldet hat. Wenn Nutzer der Ansicht sind, dass ein Suchergebnis eine höhere Platzierung verdient hat als in der Ergebnisliste angezeigt, können sie nun dieses Ergebnis ganz einfach an die Spitze der Aufstellung befördern, weniger relevante Resultate löschen oder bestimmte Suchergebnisse kommentieren. Die veränderte Ergebnisseite wird immer dann angezeigt, wenn dieselbe Suche erneut durchgeführt wird und Nutzer bei Ihrem Google-Konto angemeldet sind. Es sei denn, sie machen ihre Änderungen zuvor rückgängig. Die vorgenommenen Änderungen beeinflussen lediglich die personalisierten Suchergebnisse der Nutzer. Es ist allerdings auch möglich, die Änderungen der Nutzergemeinde an Suchergebnissen, die Bearbeitungen und Kommentare anderer Nutzer einzusehen, indem man einen Blick auf die öffentliche Kommentarseite wirft.






Apr 27
Meine Beobachtungen im Umfeld des Online-Marketings werden nun klar von der Studie der EIAA bestätigt: Online-Marketing setzt trotz der Krise seinen Siegeszug weiter fort.

Das EIAA Marketers’ Internet Ad Barometer 2009 zeigt:
- 70 Prozent der Befragten steigern ihre Online-Werbeausgaben in 2009 weiter
- Knapp die Hälfte (47 Prozent) sieht das Internet als unverzichtbaren Kanal für ihr Marketing an
- Targeting-Technologien sowie Mobile- und Video-Formate gewinnen zunehmend an Bedeutung
- Internationale Online-Kampagnen werden aufgrund von Kosteneinsparungen immer wichtiger
Die Krise hilft der Online-Branche, weil die Kunden nun ihre Marketingbudgets einer kritischen Überprüfung unterzogen haben und offensichtlich zum Schluss gekommen sind, mehr ins Online-Marketing zu investieren.
Hier gibts den ganzen Bericht: Europas Werbetreibende setzen in der Krise verstärkt auf Online-Werbung
Apr 19
Seit letzter Woche gibt es auf Google Maps einen neuen Layer mit Webcams. Diese stammen von webcams.travel (hier möchte ich transparent machen, dass ich an der Entwicklung dieses Portals mitbeteiligt bin).
Neu kann man direkt auf Google Maps aktuelle, in der Regel 15 Minuten alte Webcambilder, direkt am Standort ansehen.

Oben rechts direkt in Karte gibt es ein Feld “More” oder “Mehr”, wo man neu neben Fotos von Panoramio, Artikeln aus Wikipedia, Videos aus Youtube nun eben auch sehr aktuelle Webcambilder betrachten kann. So erhält die Kartenlösung von Google Maps eine neue Dimension und noch mehr Aktualität.

Apr 16
“E-Commerce für Jedermann” ist nun auch bei Quelle geplant. Die QStores stehen unmittelbar vor dem Launch. Vorreiter in diesem Segment ist international Amazon mit den aStores oder in Deutschland Zlio, wo nach eigenen Angaben bereits knapp 330’000 Shops live sind.

Um was geht’s? Partnern können mit ein paar einfachen Klicks ihren eigenen Shop zusammenstellen. Zur Auswahl steht (derzeit) das Sortiment von Quelle. Der so erstellte Shop kann dann in die eigene Website integriert werden. Die Verkäufe werden provisioniert – die Abrechnung werde über Zanox erfolgen. Das Fulfilment wird in der Regel dann vom Anbieter übernommen, von Quelle.
Konzeptionell basiert diese Shop-Form auf den Empfehlungs- und Affiliate-Marketing-Methoden. Der Distributionskanal wird dadurch massiv verbreitert und Quelle Produkte können auch bei Freunden und Bekannten eingekauft werden, bei Personen, denen man vertraut. Und Vertrauen ist ein wichtiger Bestandteil im Bereich des Social Commerce.
Die Sortimente lassen sich thematisch oder zielgruppenspezifisch auf die jeweilige Site anpassen, wo der QStore integriert wird. Spannend für Quelle ist anderseits, dass der Longtail damit besser analysiert werden kann und man Rückschlüsse auf die Sortimentsstruktur gewinnt.
(Crossposting / via Exciting-Commerce und Mail-Men)
Apr 09
[Crossposting]
Brands gehören zu den meistgesuchten Begriffen in Google überhaupt: Keywords wie “swisscom”, “sunrise” oder “coop” werden monatlich zehntausende Male gegoogelt – öfter noch als generische Spitzenbegriffe wie etwa “ferien”.
Eigentlich Grund genug, seinem Erscheinungsbild in Google entsprechend Aufmerksamkeit zu widmen. Doch die Praxis zeigt: Kaum jemand kümmert sich darum. Nur so zur Illustration hier mal der Vergleich zwischen Jelmoli…

… und der Banca della Svizzera Italiana (Tipp: das sind die auf Platz 4…):

Wir haben mal die 100 grössten Unternehmen der Schweiz auf genau diese Fragestellung hin untersucht, und das Ergebnis ist ernüchternd: Gerade mal 10 der 100 geprüften Brand-Einträge bei Google erfüllen schon nur die Grundanforderungen bezüglich Trefferüberschrift, -beschreibung und Sitelinks. 4 Unternehmen sind bei der Suche nach ihrem Brand nichtmal auf Platz 1 zu finden.
Das Management Summary der Studie lässt sich bei uns drüben kostenlos herunterladen:
Brand-Studie: Schweizer Grossfirmen bei Google
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