Mai 29

Shopping AktuellDas habe ich mich auch gefragt, als ich gestern die neue Ausgabe von “Shopping Aktuell” zugestellt erhielt.

Das Magazin zeigt auf knapp 70 Seiten einige wenige wertvolle Tipps zum Einkaufen im E-Commerce und eine unübersichtliche Auswahl an Onlineshops.

Warum diese Form von Verzeichnis für den E-Commerce vollkommen untauglich ist und erst noch behauptet wird, das Suchen von Onlineshops in Suchmaschinen sei lästig und ein Stress, liest man drüben im carpathia: e-business // e-commerce Blog: “Shopping Aktuell – Das Onlineshopverzeichnis in Papierform – nein Danke.

Mai 28

Eine kleine Geschichte aus dem E-Business

Die Website von PostFinance wurde im 2008 komplett redesignt. Inhalte, Design, Prozesse und Benutzerführung wurden angepasst und optimiert.

Das neue Konzept legte dabei grossen Wert auf einfache Kundenführung und übersichtliche Einstiegsseiten inklusive der Startseite. Die Agenturen waren der Meinung, dass aus Usability-Sicht, möglichst viele Links von den Einstiegsseiten entfernt werden müssten, damit Kunden besser in die Themen geführt werden. Da PostFinance auf Einstiegsseiten Banners schaltete, hat auch der Online-Vertrieb diese Idee gut geheissen. Dieser erhoffte sich dadurch bessere Abschlusszahlen bei Kampagnen.

Also wurden viele Links von den Start- und Einstiegsseiten entfernt, mit dem Ziel, dass Besucher nur noch über die drei Hauptnavigationspunkte „Privatkunden, Geschäftskunden und  Wir über uns“ in die Seite eintauchen konnten. Die Navigationselemente wurden so gestaltet, dass man über den Titel oder mit dem Link „Weiter“ in die jeweiligen Kapitel navigieren konnte.

Ohne Deep-Links 

 
Kunde muss auf ‚weiter’ oder die Segmenttitel klicken um einen Stufe tiefer zu gelangen.   

 Mit Deep-Links

Kunde kommt direkt zum Ziel – ohne ‚weiter’ Links – dafür mit Deeplinks der Einzelthemen
www.postfinance.ch
Die gut gemeinte Idee generierte unzählige von Anfragen in den Kundendiensten. Viele Kunden hatten sogar das Gefühl, die Website sei defekt weil die „Links“ nicht funktionieren. Von diesem Augenblick an, wussten wir, dass wir ein Problem haben und was wir tun müssen. Wir wollten also die Deep-Links wieder aktivieren. Dieses Vorhaben gestaltete sich aber schwieriger als zuerst angenommen. Die Agenturen hielten an ihren Konzepten fest, der Online-Vertrieb befürchtete, dass durch die Reaktivierung die Klickraten und Abschlusszahlen der Bannners schlechter würden usw. und so fort.

Um weitere Argumente für die Reaktivierung zu finden, setzten wir ein zusätzliches Web-Analyse-Tool namens Heat-Map ein. Mit Heat-Map können Klicks, auch ausserhalb von Links, aufgezeichnet werden. Man sieht so wo Besucher auf der Website klicken. Die Ergebnisse bestätigten eindeutig, dass wie angenommen, Kunden hinter den Aufzählungen Links vermuten und dort klicken. In einem weiteren Schritt wurde nun ein A/B Test, mit und ohne Deep-Links, aufgeschaltet. So konnten wir belegen, dass Deep-Links die Klickraten der Banner nur marginal beeinflussen. Gute Aktionen scheinen mit und ohne Deep-Links erfolgreich zu sein.

Die Wiedereinführung der Deep-Links dauerte ca. 3/4  Jahr, kostete viel Geld, Energie und Überzeugungsarbeit.

Albert Einstein pflegte mal zu sagen: Mache es so einfach wie möglich aber nicht einfacher. Diese Aussage scheint auch für die Usability von Websites eine gewisse Bedeutung zu haben. Kundenführung Ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Schränkt man den Spielraum zu sehr ein, entstehen negative Kundenreaktionen.

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Dieser Blogbeitrag wurde im Rahmen des CAS E-Commerce & Online-Marketing an der FHNW von David Heger erstellt.

Mai 25

 

Das Vertrauen zum Anbieter ist im Web kaufentscheidend!

Haben Sie genügend Besucher in Ihrem Onlineshop, aber nur einen verschwindend geringen Teil von Bestellern? Bei unbekannten Unternehmen oder Existenzgründern ist dann gerade mangelndes Vertrauen der Grund, dass viele Besucher nicht zur Bestellung übergehen. Zu unsicher erscheint es ihnen: Ist der Anbieter seriös? Stimmt die Qualität der Produkte? Wie steht es mit dem Datenschutz? Kann ich ihm meine Bankdaten anvertrauen?

Man kann es den Besuchern eines Web-Shops nicht übel nehmen, wenn sie ein ihnen unbekanntes Unternehmen erst mal kritisch beäugen. Aber man kann etwas tun, um ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen Sicherheit zu geben.

Dazu gehört auf jeden Fall ein professionelles Design. Auch wenn Sie ein kleines Unternehmen sind, die Website-Besucher stellen an das Design Ihrer Website und ihre Funktionalität dieselben Anforderungen wie an die eines großen Unternehmens. Denn für sie zählt nicht Größe, sondern der erste Eindruck beim Betreten Ihrer Website.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fehlerfreiheit. Links, die nicht funktionieren, Seiten, die sich noch im Aufbau befinden oder gar Rechtschreibfehler sind ein absolutes Tabu.

Neben deutlichen Kontaktdaten, klar ausgewiesene Lieferkosten und Infos zu Datenschutz, spielen vor allem ausgiebige Produktinformationen eine große Rolle. Online einkaufen hat immer noch den Makel, dass man die Produkte nicht in Augenschein nehmen kann.

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Dieser Blogbeitrag wurde im Rahmen des CAS E-Commerce & Online-Marketing an der FHNW von Tanja Komposch erstellt.

Mai 24

Ekrenntnisse einer Banner-Kampagne.

Banners werden kaum mehr beachtet. Banners stören. Banners sind unseriös… Diese und andere Meinungen hört man oft, wenn man Bannerwerbung als mögliche Online-Marketing Massnahme in Betracht zieht. Ich wollte mir selber eine Meinung bilden und habe anfangs Mai zuerst eine Woche zwei Fullbanner, der eine mit Image-Werbung der andere mit Gewinnspiel, auf Seiten unserer Zielgruppe live schalten lassen. Die Clickrate beim Banner mit Image-Botschaft und Link auf die Startseite war wie zu erwarten mässig. Beim Banner mit der Aufforderung zum Gewinnspiel und eigener Landingpage war die Rate schon doppelt so hoch. Danach das Gleiche eine Woche mit einem Rectangle im Content-Bereich. Dieser hatte 4 Mal höhere Clickraten als der Fullbanner. Fazit: Rectangle im Content-Bereich mit Aufforderung und Landingpage hat sich bewährt und kann durchaus für Cross-Media Kampagnen eingesetzt werden.

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Dieser Blogbeitrag wurde im Rahmen des CAS E-Commerce & Online-Marketing an der FHNW von Marco de Matteis erstellt.

Mai 19

 

Internet Briefing vom 6. Mai in BernAnlässlich des Treffens der Erfa-Gruppe Internet Briefing in Bern hat Lukas Stuber den sehr interessierten Zuhörern aufgezeigt wie man mehr aus Google &  Co herausholt. Das Internet Briefing hat spannende Inputs zum Prozess der Suchmaschinenoptimierung geliefert. Manch einer wird am Tag danach seine Website auf Gastfreundlichkeit und nichts aussagende Texte und Phrasen überprüft haben. In der Diskussionsrunde entstand ein interessantes Streitgespräch über die Daseins Berechtigung von Webseiten welche komplett in Flash umgesetzt sind. 

Nicht nur dass diese Seiten für Google und handicapierte Menschen nicht lesbar sind, sondern oft auch den „normalen“ User zu längeren Wartezeiten verdonnern bis die Website endlich geladen ist. Ich denke, dass der Grund für Full Flashseiten aus dem Lager der Designer kommt. Flash bietet enorme Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf das Erscheinungsbild der Website (Schriftarten, Rendering, Grössen, gestaltete Scrollbars, etc.),  ohne dass die verschieden Browser das Erscheinungsbild beeinflussen. Bei der HTML / CSS Programmierung sind diesbezüglich Grenzen gesetzt. Die Frage welche sich für mich stellt: Warum kommt der User auf meine Website? Will er ein tolles Design sehen oder will er möglichst schnell zu Informationen über meine Dienstleistungen und Produkte kommen?  Nun, das eine schliesst das andere nicht aus. Jedoch wenn ich wegen meiner Flashseite in Google nicht indexiert bin, dann habe ich ein Problem. Damit bleiben potentielle Kunden meiner Website fern. Ich bin der Ansicht, dass HTML als Basis für eine Website die optimalere Wahl ist. Hier kann aber Flash in sinnvoller Weise in Teilbereichen der Website eingesetzt werden.  

Eine weitere Frage die sich gestellt hat war ob Google Adwords und Google Organic Listing wirklich völlig voneinander getrennt sind und sich nicht gegenseitig beeinflussen. Diesbezüglich waren verschiedenen Meinungen vertreten. Jedoch bestätigte Lukas Stuber die Tatsache, dass die beiden System losgelöst voneinander betrieben werden. Beim Nachtessen wurde an den Tischen rege weiter diskutiert, sehr spannende Infos ausgetauscht und interessante Kontakte geknüpft.  Internet Briefings finden regelmässig in Zürich und Bern statt: http://www.internet-briefing.ch/

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Dieser Blogbeitrag wurde im Rahmen des CAS E-Commerce & Online-Marketing an der FHNW von Sandra Lehmann-Termignone erstellt.