Im Rahmen einer von Wyona durchgeführten Online-Untersuchung wurden im Dezember 2009 Schweizer Unternehmen zum Thema eMarketing und Online-Lead-Generation befragt.
Es ist offensichtlich, dass die Internet-Präsenz für Schweizer Unternehmen wichtig ist. Über 80% der befragten Firmen schätzen die Wichtigkeit mit sehr hoch oder hoch ein und zwar sowohl für die “Awareness”- als auch “Evaluations”-Phase. Mehr als vier Fünftel der Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Website von ihren Kunden im Rahmen des Kaufprozesses in mind. einer Phase genutzt wird.
Soweit so gut, das ist für mich keine Überraschung, belegt aber nun auch statistisch meine eigenen Erfahrungen.
Die Studie etwas weiter:
Gleichzeitig scheinen sie aber weitgehend das Potential zu ignorieren, das sich daraus ergibt. Rund die Hälfte der Unternehmen ist nicht in der Lage, den Wert eines Internet-Besuchers zu beziffern. Der durchschnittliche Wert eines anonymen Internet-Besuchers kann mit ca. CHF 1.40, der Wert eines authentisierten Besuchers mit über CHF 8.90 beziffert werden.
Nun gut, ich weiss nicht, ob es wirklich sinnvoll ist, einen anonymen User monetär zu bewerten. Es gibt Plattformen, die indirekt vom Kunden leben, weil er die Angebote der Anbieter ansehen kann. Bei E-Shops kann man natürlich über Statistik- und Trackingtools feststellen, wieviele User im Sales Funnel letztlich hängen geblieben sind und zu einem echten Kunden gewonnen werden konnten, wie das die folgende Abbildung aus der Studie darstellt.

Sales Funnel
Bei Plattformen, die nichts direkt verkaufen, gibt es eine wahre Kenngrösse, um den Wert eines User bestimmen zu können, und das ist der TKP.
Die Formel lautet wie folgt:
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TKP = Gesamte Ertrag / Page Impressions x 1000
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Gerade Websites mit hohem Traffic, welche diesen mit Google AdSense finanzieren, kennen diesen Wert gut. Aber viele Plattform generieren weitere Umsätze über Bannerwerbung, Sonderwerbeformen, Fixplatzierungen, Kommissionen aus Affiliates, Einträge etc. etc.
Mir ist ein weiterer Abschnitt in der Studie aufgefallen:
Der Online-Kanal wird in der Schweiz immer noch stark als Marketing-Kommunikationskanal und nicht als Verkaufsanbahnungskanal gesehen. Dies widerspricht aber dem Trend, wonach Kunden das Internet immer
stärker für die Evaluation und die Vorbereitung von Kaufentscheidungen einsetzen.
Man weiss aus Studien, dass der sogenannte ROPO-Effekt immer stärker wird. ROPO heisst Research Online Purchase Offline. Viele Leute nutzen das Internet für die Recherche und Evaluation, kaufen dann aber trotzdem offline ein. Wenn der Händler dann glaubt, er hätte “pure” offline verkauft, dann irrt er sich. ROPO wirkt sogar bei allen Online-Auftritten, auch wenn es sich nicht um einen E-Shop handelt.
Report_-_der_Stand_von_eMarketing_und_Online-Lead-Generation_in_der_Schweiz_(Dezember_2009)
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