Man kann eine Oper in einen Hauptbahnhof verlegen und kostspielig live ins Fernsehen übertragen. Oder man nutzt an ähnlicher Location das Überraschungsmoment und erzielt dann über YouTube vergleichbare Breitenwirkung.
Unter allen Marketing-Disziplinen wächst das «Word of Mouth»-Marketing am stärksten. Das hat eine Studie von PQ Media herausgefunden. 2006 sind die Ausgaben in diesem Bereich um 35,9 Prozent auf 981 Millionen US-Dollar gestiegen. Die Marktanalysten rechnen mit einem Anstieg auf ein Marktvolumen von weit über einer Milliarde US-Dollar für 2007. Damit würde dieses Segment schneller wachsen als der Gesamtbereich Werbung und Marketing. Als wesentliche Ursachen dafür nennt PQ die Abwanderung der Nutzer zu alternativen Medienangeboten und die Zuwendung von Marketing-Entscheidern zu ROI-orientierter Kommunikation. Bis 2011 gehen die Experten von einem durchschnittlichen Wachstum von 30,4 Prozent jährlich aus. Damit würden die Ausgaben in 2011 auf 3,7 Milliarden US-Dollar steigen. Diese Entwicklung steht laut Studie in direktem Zusammenhang mit dem Erfolg von sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook, aber auch der Trend zu User Generated Content. Noch würden zwar 90 Prozent des viralen Marketings offline stattfinden, die Experten gehen aber von einer starken Verlagerung ins Internet aus.
Viele Marketer fragen sich heute, was das Web 2.0 fürs Marketing bedeutet. Geht es «bloss» um neue Chancen oder tatsächlich um eine nachhaltige strukturelle Veränderung der Markt- und Mediensituation? Ohne zu wissen, was die Zukunft bringt, spüren viele, dass die Rezepte der Vergangenheit nicht mehr greifen. Und so gesehen, herrscht Handlungsbedarf, sich mit neuen Instrumenten zu befassen, bevor die Felle davon Schwimmen. Viral Marketing ist wohl das web-2.0-adäquateste Marketing-Instrument. Darum ist es für jeden Markting-Entscheider sehr ratsam, sich jetzt damit zu befassen und Erfahrungen zu sammeln.
Markus Gabriel, Angelink
Wer heute an eine neue Website denkt, muss sich zunächt mal fragen, ob sein teures CMS fit genug dafür ist, oder ob man gleich auf eine kostenlose Blog-Software umsteigen soll. Das meistverbreitete WordPress zum Beispiel wartet, anders als herkömmliche CMS, mit Funktionen auf, welche das Web 2.0 und seine User nicht mehr missen möchten: Kategorisierung, Tagging, Time-Stamp-Archivierung, Kommentierbarkeit, RSS, Trackback, Ping, URL-Rewrite, Plugins, Widgets und anderes mehr. Das sind Dinge, die das Web und die Kommunikationskultur besser machen, wenn man sie nutzt. Das haben Millionen von Bloggern erkannt, aber nur ganz wenige Firmen.Eine Ausnahme und wohl auch ein Benchmark in dieser Hinsicht ist die Swisscom mit ihrer komplett in WordPress erstellten neuen B2B-Site Dialogue. Die Site zeigt, was eine Blog-Software tun kann, wenn ein Unternehmen beschliesst, den Dialog mit seinen Kunden auf zeitgemässe Art zu führen.
Als technischer Partner in diesem Projekt gratulieren wir Swisscom zum Schritt und Nemuk zur Konzeption.
Markus Gabriel, Angelink
Wer hätte das gedacht: Viral Marketing ist nun offenbar auch in der Schweiz ein Thema von öffentlichem Interesse – so zumindest sieht es die Redaktion von 10vor10. Der fünfeinhalb Minuten lange Beitrag wurde letzten Freitag ausgestrahlt, und ich bin ich da gerne Red und Antwort gestanden. Bedauerlich nur, dass der Beitrag aus juristischen Gründen nicht auf YouTube hochgeladen werden darf und sich nun überhaupt nicht viral verbreiten kann.
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Quelle: SF / 10vor10 / 24. August 2007
Unten chronologisch die im Beitrag zusammengeschnittenen YouTube-Videos in voller Länge
Markus Gabriel, Angelink
Ronaldinho
Senderos / Gygax
Dove
Dove Parody
Mary Woodbridge
Sony Bravia
Anwohner
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