Die aktuelle W3B-Studie von Fittkau & Maaß befragte wiederum rund 103’000 deutschsprachige Internetnutzer. Laut der Internet World Business finden rund 28.2% der Nutzer über Suchmaschinen zum Onlineshop-Angebot. Das ist der zweit höchste Wert. 42.5% aller Besucher steuern den Shop direkt an aufgrund einer früheren Bestellung oder des Bekanntheitsgrades.
Zugriffsquellen zu Onlineshops gem. W3B-Umfrage von Fittkau & Maass
Das Thema Suchmaschinen muss für jeden Webshop ganz oben auf der Traktandenliste stehen. Die in der Studie ausgewiesenen 28.2% sind meines Erachtens eher tief ausgelegt. Vor allem in hoch kompetitiven Märkten mit vergleichbaren Standardgütern spielen Suchmaschinen eine eminent wichtige Rolle. Dies sowohl in der Disziplin Optimierung (SEO) wie auch der bezahlten Textanzeigen (SEM).
Die Studienresultate blenden auch aus, dass nur wer über einen starken Brand verfügt, mit einem so hohen Anteil an direkten Zugriffen rechnen kann. Und ein Brand baut sich nicht über Nacht auf, sondern ist begleitet durch verschiedene längerfristig ausgelegte Aktivitäten, unter anderem auch Suchmaschinen-Optimierung.
Nachfolgend die Zugriffsquellen eines repräsentativen Onlineshops aus der Schweiz, der die Dominanz von Suchmaschinen noch viel prägnanter zeigt. Knapp 45% der Besucher kommen über Suchmaschinen; davon mehr als die Hälfte aus den organischen Listings:
Zugriffsquellen auf repräsentativen Schweizer Onlineshop
In diesem Zusammenhang möchte ich wieder Mal auf unser “Onlineshop Performance Workshop” [PDF] Angebot hinweisen.
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation haben wir uns den beliebten C2C-Plattformen gewidmet, den Auktionsplattformen. In der Schweiz dominieren Ricado und eBay diesen Markt.
“Heute wird auf Online-Auktionsplattformen so viel gehandelt, dass der Jahresumsatz – nur schon von ricardo.ch – bereits denjenigen des Einkaufszentrums Glatt in Wallisellen bei Zürich übertrifft.”
Gemäss der Statistik der Schweizer Versandhändler in Zusammenarbeit mit der GfK beläuft sich der Umsatz der Schweizer Auktionsplattformen auf CHF 850 Mio. im vergangenen Jahr.
“Flohmärkte, Kleinanzeigen oder «Garage-Sales» haben seit der Gründung von eBay.com 1995 Konkurrenz erhalten. 15 Jahre später könnte man von einer kompletten Ablösung sprechen: Der führende Schweizer Auktionsmarkt ricardo.ch verzeichnete alleine im Mai 2010 680’000 erfolgreiche Abschlüsse, 25% mehr als im Vorjahr.”
Weitere Facts aus dem Artikel:
Rolle von PayPal bei eBay
Mobile Funktionen und die Pläne der Major-Player
Offline Tools für Power-Seller
Erweiterung von Auktions- zu Shop-Plattformen
Der ganze Artikel in der aktuellen Marketing + Kommunikation (PDF-Download)
Vor einigen Wochen berichtete das Wissensmagazin Galileo auf Pro7 in einem knapp 14-minütigen Beitrag, wie Amazon funktioniert. Genauer gesagt, wie es ein E-Commerce Riese wie Amazon schafft, die Logistik zu organisieren und die verschiedenen Produkte einer von Tausenden täglichen Bestellungen in einem Paket zusammenzuführen.
Endlich ist dieser Beitrag auch auf Youtube verfügbar. Ein interessanter Blick hinter die Kulissen, nicht nur für an E-Commerce Interessierte.
“Medieninnovationen verändern die Art und Weise wie wir öffentlich und privat kommunizieren. Digitalisierung und Konvergenz von Medien und Telekommunikation treiben diese Entwicklung voran. Wie zeigt sich der Medienwandel in der Schweiz?”
Dies sind die einleitenden Worte des hervorragend produzierten Videos von www.mediachange.ch zur Schweizer Mediennutzung (via mpolzin).
Die Kollegen von netz98 liessen im Rahmen ihrer heute veröffentlichten Studie “Einfluss sozialer Elemente im E-Commerce auf das Kaufverhalten” über 600 Personen nach der Relevanz einzelner Funktionen des Social-Commerce befragen.
Die Resultate sind nicht überraschend, bestätigen aber auch die eigenen Erfahrungen mit Kunden und Shopplattformen durch’s Band weg:
Für fasten jeden zweiten Onlinekäufer sind Bewertungen und Empfehlungen anderer Kunden ein wichtiges Argument überhaupt online einzukaufen.
Der Zugriff auf die Meinung anderer stellt einen eindeutigen Mehrwert des Onlineshoppings gegenüber dem stationären Einkauf dar.
Sind keine sozialen Elemente im Onlineshop vorhanden, wird dies anderseits auch von über 70% der Nutzer nicht negativ empfunden.
Mehr als ein Viertel der Befragten legt jedoch grossen Wert auf diese sozialen Elemente und wechselt schon mal den Onlineshop, wenn keine solchen Funktionen / Informationen zur Verfügung stehen.
Knapp die Hälfte, 45 Prozent der Befragten, kommentieren und bewerten regelmässig selber Produkte und Services.
Bereits können sich rund 40 Prozent aller Nutzer vorstellen, direkt in einem sozialen Netzwerk einzukaufen, sofern sie den regulären Onlineshop bereits kennen und diesem vertrauen.
Wir glauben jedoch, dass die Tage von Funktionen wie Bewertungen und Rezensionen wie wir sie heute kennen, gezählt sind. Viel mehr liegt nach unserer Vision das grosse Potential in der Integration solcher Funktion in den Social Graphen. Denn 5 Bewertungen von Freunden, deren Präferenzen ich kenne, sind für mich wertvoller als 50 Bewertungen von mir unbekannten Personen.
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