Dec 04

Morscher

Dr. Lukas Morscher von Lenz & Stählin hat am jährlich von uns mitorganisierten “Lead-Management Symposium” ein Referat zu rechtlichen Aspekten im Zusammenhang mit Datensammlung und -haltung gehalten. Unverzichtbar für alle, die sich mit Daten und damit auch Datenschutz, inbesondere mit E-Mail, beschäftigen “müssen”.

Was halten die Leser unseres Blogs vom diesem Referat?

(der Download dauert manchmal etwas, wenn viele Zugriffe gleichzeitig lanciert werden)

Dec 04

Ringier teilte heute Vormittag die Übernahme (80%) der media swiss group mit. Media Swiss betreibt u.a. die Scout24-Marktplätze in der Schweiz sowie die Gate24 Verzeichnisse.

Strategisch scheint mir dies für Ringier ein interessanter Schachzug; schaffen sie sich damit doch ein solides Standbein in den Online-Marktplätzen. Das gibt neue Möglichkeiten zur crossmedialen Vermarktung und technische Synergien zur Medienkonvergenz.

Gespannt darf man auch sein, wie Ringier nun die verschiedenen “Konzern- Webdienstleister” unter einen Hut bringt. Denn mit der Xmedia AG und Previon hat er gleich zwei Spezialisten im Hause.

Pressemeldung Ringier inkl. Video-Streams

Jul 26

Digitalgeschäft von Hubert Burda Media legt um mehr als 32 Prozent zu

Verleger Burda: Setzt aufs Internet
Das Internet ist nicht nur das Lieblingsthema von Hubert Burda, es rettete dem Verleger 2006 auch die Bilanz: Während das Kerngeschäft Zeitschriften, Druckereien und Verlage stagniert oder schrumpft, wuchsen die Erlöse im Netz um 32,4 Prozent auf knapp 231 Millionen Euro. “In der Medienbranche gab es gewaltige und nachhaltige Veränderungen”, meint Burda und plant: “Wir entwickeln unsere Marken zu Media Communitys und bilden so Schnittstellen zwischen Print und Online.”

Insgesamt konnte die Mediengruppe aus Offenburg und München den Umsatz um mehr als fünf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn sei stabil geblieben, genaue Zahlen gibt Burda nicht bekannt. Während die Druckereien ein Minus von rund vier Prozent einfuhren und der Umsatz mit den rund 70 Magazinen, darunter Titel wie “Focus”, “Bunte”, “Freundin”, “Freizeit Revue” oder “Lisa”, nur um 0,4 Prozent wuchs, legt der Konzern im Ausland – um knapp 13 Prozent – und vor allem im Internet zu. Dort wird etwa jeder siebte Euro oder knapp 15 Prozent des Umsatzes erzielt. Bis 2012 soll dieser Anteil auf 50 Prozent wachsen. “Die Digitalisierung der Medien beschleunigt sich”, so Burda. “Medien und Marken entwickeln sich mehr in Monaten denn in Jahren.”

Für Werbung gewännen E-Commerce, Suchmaschinen und Communitys an Bedeutung, so der Verleger. Daher setzt Burda nicht mehr nur auf den Transfer von Titeln ins Netz und auch nicht mehr nur auf Wachstum aus eigener Kraft. Seit Längerem kauft und investiert die Konzerntochter Burda Digital in Webunternehmen, zuletzt in den Geschenkedienst Edelight und die Videoplattform Sevenload. Waren anfangs noch Onlineshops wie Valentins (Blumen), Cyberport (Elektronik) oder Zooplus (Tierbedarf) gesucht, beteiligt sich Burda nun verstärkt an Communitys und Web-2.0-Angeboten wie Holidaycheck, Nachtagenten oder Suite101. Und schon werden aus Beteiligungen auch eigene Medienangebote. Gerade entsteht Hallohund.de für Tierfreunde und im August startet die Spieleplattform Alaplaya.

Quelle: www.internetworld.de

Ein sehr interessanter Artikel. V.a. das es doch Medienverlage gibt, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben und dem Internet die Bedeutung einräumen, welche es heute schon hat. Internet hat bei der Mediennutzungsdauer europaweit Print (Tageszeitungen und Fachpresse) schon lange hinter sich gelassen. In Frankreich ist es gerade dabei, die Nr. 2, das Radio, den Platz streitig zu machen.

Auch hierzulande gibt es gute Beispiele (Cash daily), wo die Verlage begriffen haben, wie spät es ist. Aber die Zahl der Verlage, welche das noch nicht gemerkt haben, und meinen, man könne aus dem Printmedium als Abfallprodukt eine schlecht gestaltete und somit schlecht besuchte Website generieren, sind noch in der Mehrzahl, so u.a. auch meine bisherige Tageszeitung, das St. Galler Tagblatt als Beispiel.

Jul 21

Vorgestern konnte ich ein für mich persönlich “historisches” Ereignis verzeichnen. Ich habe meine letzte Tageszeitung erhalten. Das wird das St. Galler Tagblatt überhaupt nicht freuen, aber es ist nun mal so. Der Nutzen einer täglichen Zeitung ist für mich schon lange nicht mehr gegeben und so war das ein logischer Schritt.

Viele werden sich nun fragen, wie ich dieses “Informationsdefizit” wohl decken werde. Hier sind meine Infoquellen aufgeführt (in der Reihenfolge des Konsums im Verlaufe des Tages, nicht aber nach der Priorität oder Dauer):

  • TV am Morgen: SF Info und ARD-Frühstücksfernsehen (15 Min.)
  • Internet: V.a. Newsletters und ab und zu News-Sites
  • Ab und zu Gratiszeitungen (wenn ich im Ausgabebereich bin und noch eine erwische)
  • Blogs über RSS-Feeds (hin und wieder, nicht täglich)
  • Podcasts v.a. während meiner Autofahrten (iPod und Memorystick im Autoradio)
  • TV: 10 vor 10 abends oder über SF Info morgens

Ich glaube, dass die bezahlten Tageszeitungen ein Auslaufmodell sind. Den elektronischen Medien gehört die Gegenwart, den Möglichkeiten im Internet wie Blog, Podcast und Vlog (Video-Podcast) ganz eindeutig die Zukunft. Der Presse räume ich auch einen gewissen Platz ein. V.a. die Fachpresse wird ihren Platz behaupten können, aber die Tagespresse, v.a. die bezahlte wird unter Druck geraten; davon ausgenommen dürften die Pendlerzeitungen sein.

Apr 13

Diese Woche wurde eines der interessantesten Cross-Media-Projekte der Schweiz lanciert. Bossi.ch ist eine Service-geladene Crossmedia-Plattform für vielbeschäftigte “Schnellkocher” wie Du und Ich – quasi für die Söhne und Töchter von Betty. Ein Besuch lohnt sich, mit der Demoversion bekommt man bereits einen guten Überblick:

  • Einladungsmanager – per E-Mail
  • MMS-Rezepte aufs Handy
  • Partybuffetorganisator
  • Newsletter mit Schell-Koch-Rezepten und Weekend-Tipps
  • Rezeptpool mit Wahl der Personenanzahl für den automatisch generierten Einfkaufszettel
  • Kühlschrank-Berater: was koche ich mit den vorhandenen Lebensmitteln im Kühlschrank?
  • Shop – irgendwo muss auch noch Geld verdient werden

Ich habe bereits einen 4-Gänger innerhalb einer Stunde hingelegt und die Gäste machten einen recht glücklichen Eindruck …als sie morgens um 03.00 das Haus verliessen.

In diesem Sinne: En Guete!

Bossi