Dec 01

Am Dienstag war im Rahmen einer Veranstaltung der simsa Referent zum Thema „Was ist nur mit der Internet-Werbung los?“ Beim erstellen dieses Referats konnte ich mit Freude feststellen: Eigentlich läuft es sehr gut für die Internet-Werbung. Natürlich sind wir sogar relativ gesehen schwächer als UK, Frankreich oder Deutschland. Aber im realistischen Vergleich der Ausgaben pro Internet-User stehen wir an vierter Stelle.

Wichtig sind mir bei der Bestimmung der Marktgrösse folgende Punkte: 

  • Was wird gemessen: In UK werden auch Rubrikenmärkte (Classifieds) und Performance-Werbung (Adwords, Gewinnspiele) eingerechnet. Dies haben wir bei unserer Untersuchung auch versucht. Trotz geringer Transparenz konnten wir den Gesamtmarkt Schweiz auf ca. CHF 300 Millionen schätzen. 
  • Wie wird verglichen: Vergleicht man dann die Display-Werbung UK-Schweiz, so steht UK „nur“ noch doppelt so gut da. Natürlich besteht Aufholbedarf (wir sind ja dran), aber es sind keine „x-fachen“ Zahlen, die uns in tiefe Sorgen stürzen müssen.
  • Was ist das Potenzial: Wir haben mit einer sehr einfachen Rechung das Marktvolumen für Display-Werbung im Internet auf ca. CHF 1’000’000’000 geschätzt. Basis waren die totalen Pageviews von Netmetrix und ein durchschnittlicher (offizieller) TKP der grossen Sites. Eine erstaunliche Zahl.
  • Die folgende Podiumsdiskussion war hochkarätig und spannend. Sie wurde mit viel Engagement geführt -  wozu auch das anwesende Fachpublikum mit Fragen und Kommentaren beitrug. 

Fazit der Runde: Internet-Werbung funktioniert, diverse Unternehmen beweisen das. Aber es gibt noch einiges zu tun: 

  • Bei der Professionalisierung der Branche.
  • Bei der Messbarkeit und der damit verbundenen Forschung.
  • Bei den Kreativen und den Planern, die neue Konzepte und Ideen suchen müssen.
  • Bei den Werbekunden, die Informationen benötigen und Offenheit zeigen sollten. 

Also ein spannender Abend mit vielen Inputs und guten Gesprächen. Weiter so.

Oct 21

Da habe ich etwas gefunden was mir zu denken gibt. UK hat in der Prognose von PWC & IAB 55x mehr Onlinewerbegelder  im 2007 als die Schweiz. Wenn man bedenkt das wir eine 10-15% höhere Internet-Penetration als UK haben, ist es schon erstaunlich das diese Information noch immer nicht bei allen Werbauftragebern angekommen ist.

Sep 14

sexsells

“Sex sells” – der Beweis wurde diesmal von www.wet-tshirt-worldcup.com geliefert: innert Wochen haben rund 150’000 Leute ihre Stimme einer Auswahl Damen mit nassem Oberteil abgegeben.. Die Aktion wurde von einem Internet-Sport-Wetten-Unternehmen lanciert und die schwimmen bekanntlich im Geld. Schlüpfriges Thema aber dennoch: gut umgesetzt.

Im Anschluss an die Aktion allerdings haben alle Teilnehmer ein Marketing-E-Mail von team@wet-tshirt-worldcup.com (im Spamordner) erhalten – in dem der Link ein “Exe-File” aufruft. Ganz nach dem Motto: knapp daneben ist auch vorbei.

Die gesamte Aktion war sicher nicht günstig und da würde man sich wünschen, dass das Direct-E-Mail tatsächlich neue Kunden generiert. Demnach ein Fehler mit Konsequenzen.

The making of…http.//www.wet-tshirt-worldcup.com

PS: Beim Nach-Versand ein paar Stunden später wurde der richtige Link eingefügt, doch da war es wahrscheinlich schon zu spät..

Sep 08

Am Dienstag, 5.9.06, hat Qris Riner in einem sehr guten Vortrag die Chancen und Gefahren von E-Mail-Marketing aufgezeigt. Dabei ist auch das Thema Spam zur Sprache gekommen. Was ist Spam? Ist das ein Massenmailing, wo jemand Viagra loswerden möchte? Was, wenn ich ein gutes Produkt habe und das unverlangt, also ohne Permission, an die richtige Zielgruppe schicke? Oder ist es gar schon Spam, wenn ich ein Einzelmail an jemanden schicke, der mich nicht danach gefragt hat?

Hier scheiden sich die Geister. Ich persönlich bin der Ansicht, dass es auch dann Spam ist, wenn ich ein Massenmailing an “meine” Zielgruppe mache. Beim Einzelmail bin ich etwas unentschlossen, da ich nicht zur “Hardcore-Antispam-Lobby” gehöre. Wenn ich einem Kunden ein Einzelmail mit einem Angebot schicke, dann verhält es ich wie mit einem Brief.

Am 6.9. habe ich unten stehendes Mail erhalten. Das fand ich nicht so toll, denn man sieht nicht, auf welche Mailadresse es geschickt wurde und ich habe es nicht verlangt. Ist das ein verzweifelter Rettungsversuch einer Branche, die wegen der Digitalfotografie und der persönlichen Fotodrucker ohnehin verschwinden wird? So ein Mail ist wirklich beschämend: Kein Absender (Signatur oder Impressum fehlt völlig!) und der Empfänger wird nicht mal gegrüsst.

Liebe Fotolabo-Leute, vergesst solche Spam-Mails aus der unteren Schublade bitte rasch, sonst zerstört Ihr euren Brand, bzw. das was davon noch übrig ist, ziemlich rasch. Ich auf jeden Fall, werde nichts bei euch kaufen.

E-Mail-Marketing ja, aber richtig!

Fotolabo

P.S. So “herzlich” fand ich das Mail nun doch wieder nicht (siehe Grussformel).

Jul 09

Heute morgen habe ich einen ganz komischen Brief mit unten stehendem orangefarbenen Talon erhalten (siehe Bild unten). persoenlich.com fragt mich an, ob ich einen freiwilligen Jahresbeitrag von CHF 50.- für die Nutzung ihres Online-Portales und den Erhalt des E-Mail-Newsletters bezahlen möchte. Natürlich nicht. Jede Leistung hat seinen Preis, aber es gibt auch Leistungen, die für den Verlag eine Marketingleistung darstellen und dadurch Leser/innen erhalten. Die Finanzierung muss m.E. indirekt erfolgen. So machen es ja uns die Gratiszeitungen vor: Der Leser erhält das Blatt gratis, dafür steigt die Auflage und damit verbunden die Möglichkeiten, über Werbung das Ganze wieder refinanzieren zu können.

Liebe Verantwortliche von persoenlich.com. Bitte nicht so. Damit macht ihr euch doch nur lächerlich.

Liebe Leser/innen des Blogs OnlineMarketingReport.ch: Was haltet ihr von solchen Massnahmen? Die Diskussion ist eröffnet.