Apr 27

Meine Beobachtungen im Umfeld des Online-Marketings werden nun klar von der Studie der EIAA bestätigt: Online-Marketing setzt trotz der Krise seinen Siegeszug weiter fort.

Das EIAA Marketers’ Internet Ad Barometer 2009 zeigt:

  • 70 Prozent der Befragten steigern ihre Online-Werbeausgaben in 2009 weiter
  • Knapp die Hälfte (47 Prozent) sieht das Internet als unverzichtbaren Kanal für ihr Marketing an
  • Targeting-Technologien sowie Mobile- und Video-Formate gewinnen zunehmend an Bedeutung
  • Internationale Online-Kampagnen werden aufgrund von Kosteneinsparungen immer wichtiger

Die Krise hilft der Online-Branche, weil die Kunden nun ihre Marketingbudgets einer kritischen Überprüfung unterzogen haben und offensichtlich zum Schluss gekommen sind, mehr ins Online-Marketing zu investieren.

Hier gibts den ganzen Bericht: Europas Werbetreibende setzen in der Krise verstärkt auf Online-Werbung

Apr 09

Seit mehreren Wochen hat Google das Eingabefeld mit der sog. Suggest-Funktion erweitert, die bereits beim Eintippen des Suchbegriffes Empfehlungen und die mögliche Anzahl Suchtreffer abgibt. Diese als Google-Suggest bekannte Funktionalität war bereits seit mehreren Jahren in den Google-Labs verfügbar.

Gem. Spiegel-Online sehen Rechtsexperten den Suchmaschinen-Konzern bereits einem hohen Haftungsrisiko ausgesetzt, denn Google schlägt vor, was es unter diesem Begriff zu finden gibt. Und das muss nicht immer legal sein.

Wer beispielsweise nach Software sucht, bekommt nicht nur offizielle Kauf-, Hilfe- oder Treiberseiten vorgeschlagen. Google empfiehlt auch gleich Seiten, wo geknackte Versionen, Raubkopien oder Serien-Nummern erhältlich sind:

Wer bei Google nach der Adobe Creative Suite sucht, erhält mehr illegale als rechtmässige Vorschläge.

Wer bei Google nach der Adobe Creative Suite sucht, erhält mehr illegale als rechtmässige Vorschläge.
Hier dürfte Google wohl nachbessern müssen – spätestens wenn die interne Rechtsabteilung genügend Druck ausübt oder die ersten Klagen der betroffenen Softwarehersteller vorliegen. Denn noch heisst es von offizieller Seite:

“Die Vorschläge von Google Suggest werden über populäre Anfragen von unseren Nutzern generiert. Dies geschieht vollautomatisch und wird – wenn man von SafeSearch absieht – nicht von Google gefiltert.”

Mit Google Suggest werden nun aber alle Benutzer, die grundsätzlich legale Absichten haben, auf die illegalen Möglichkeiten aktiv hingewiesen.

Google-Vorschläge auch für Raubkopien, Seriennummern etc. für das Microsoft Office Paket
Google-Vorschläge auch für Raubkopien, Seriennummern etc. für das Microsoft Office Paket.

(via Spiegel Online / Crossposting)

Mar 22

Während Verlage in der momentanen Situation um jeden Werbekunden kämpfen müssen, können die Werbegattungen Internet und Radio zulegen. Gemäss einer Meldung von Goldbach Media stieg der Werbedruck im Internet im Februar um 10 und im Radio um 3 Indexpunkte. Gemäss Goldbach Media Index (GEMI) ging gleichzeitig der Gesamtmarkt um einen Indexpunkt zurück.

Der GEMI zeigt im Februar im schwierigen Wirtschaftsumfeld die Stärke der elektronischen Medien: Internet wächst auch im Februar mit 8 Indexpunkten auf 386 (378). Radio steigt um 3 auf 249 (246) Indexpunkte. TV und Teletext sinken nur je um einen Indexpunkt auf 446 bzw. 160.

Alle E-Medien zusammen behaupten sich auf dem Vormonatswert von 429 Indexpunkten, während der Index für alle Medien um einen Punkt auf 191 fällt.

In den USA ist die Entwicklung viel dramatischer. Während fast wöchentlich eine Zeitung bankrott geht, gewinnen die Online-Medien und können trotz Krise noch leicht wachsen. Der Paradigmawechsel in der Mediennutzung zeigt sich nun offensichtlich auch in den Werbeerträgen. Die Entwicklung in den USA wird auch Europa heimsuchen. Die Entwicklung im hiesigen Printmarkt (Fusion Tamedia mit Edipresse), Einstellung der Printversion von Cash etc. werfen ihre Schatten voraus.

Mar 16

Was man schon lange vermutete, trifft nun Schritt für Schritt ein. Google nimmt in der Richtung, in der Display-Werbung die gleiche Rolle wie bei Google AdSense zu spielen, einen weiteren grossen Schritt und lanciert den Google Ad Manager Consultant.

Bei diesem neuen Job muss man Support und Services im Umfeld des Ad Servers von Google, dem Google Ad Manager, bieten können. Voraussetzung dafür sind ein eigenes Sales- und IT-Team. Wenn man den Google Ad Manager bereits kennt, bringt man ideale Voraussetzungen mit sich.

Als Google Ad Serving Certified Consultant muss man folgende Aufgaben wahrnehmen können:

So kann nun jeder Vermittler werden, indem er das Werbeinventar von Google aktiv vermarktet.

Das ist ein neuer Schritt im Kampf um den Online-Werbekuchen. Hier sehe ich gute Chancen für Google, ein grosses Stück davon abzuschneiden.

Feb 21


The Crisis of Credit Visualized from Jonathan Jarvis on Vimeo.