Kommentar Jörg Eugster:
Mit dieser Funktion dürfte Google+ nochmals einen gewaltigen Schub erfahren. Eigentlich wäre es die logische Schlussfolgerung, wenn Google nun die beiden wichtigsten Business-Netzwerke LinkedIn und XING übernehmen würde. Dann wäre das schlagartig eine grosse Konkurrenz zu Facebook.
Die Berichte in den Medien über Groupons Börsengang sind sehr unterschiedlich.
Quelle: businessinsider.com
NZZ Online schreibt beispielsweise am 5. November, dass der Debütant Groupon an der Börse gefeiert wird und nur noch von Googles IPO von 2004 übertroffen wurde. Das im lokalen E-Commerce tätige Unternehmen Groupon konnte am Freitag ein Börsendebüt hinlegen, wie es die Wall Street schon lange nicht mehr gesehen hatte. Die Aktie schoss gleich zu Handelsbeginn um 40% in die Höhe auf eine Notierung von 28 $. Sie war zu einem Kurs von 20 $ an den Markt gekommen, nachdem der Ausgabepreis am Donnerstagabend um 20% heraufgesetzt und das Unternehmen somit mit 12,7 Mrd. $ bewertet worden war.
Nachtrag: Bei einem um 31% über dem Ausgabekurs liegenden Schlusskurs vom Freitag von 26 $ ist Groupon nun stolze 16,6 Mrd. $ wert.
Kommentar von Jörg Eugster
Während Groupon ein Übernahmeangebot von Google im Dezember 2010 in der Höhe von 6.5 Mia. $ noch ausgeschlagen hatte, haben sie scheinbar nun Recht bekommen, denn der Börsengang hat ihnen einen Wert von 12.7 Mia. $ (Korrigenda: 16.6 Mia. $) gebracht. Finanziell betrachtet haben sie zweifelsohne Recht bekommen, doch wird die Rechnung auch für die Investoren aufgehen? Hat man hier nur investiert, weil die valablen Alternativen in den Finanzmärkten wegen der Schuldenkrise fehlen?
Ich bin der Anicht, dass die Rechnung nicht aufgehen wird. Hier handelt es sich um Gier 2.0. Es erinnert mich an die Jahre 1998 bis 2000, als die Dotcom-Blase unaufhörlich gewachsen ist.
Doch ist das Geschäftsmodell von Groupon nachhaltig? Ich glaube NEIN.
Hier die Gründe:
- Das Modell hat unzählige Nachahmer hervorgebracht. Alleine in New York gibt es rund 40 Groupon-Kopien.
- Es scheint, dass nationale Anbieter Vorteile gegenüber den amerikanischen Geschäftsgepflogenheiten einen Vorteil aufweisen. Schweizerisches Beispiel ist DeinDeal, das m.E. geschickter auf dem hiesigen Markt operiert.
- Es gibt immer mehr unzufriedene Kunden auf beiden Seiten, sowohl bei den Anbieter als auch bei den Endkunden den Gutscheinkäufern. Anbieter fühlen sich von den Hardsellingmethoden über den Tisch gezogen und die Gutscheininhaber erleben immer wieder Frusterlebnisse beim Einlösen der Gutscheine oder sind mit der Leistung der Anbieter unzufrieden.
- Die deutsches Groupon-Kopie DailyDeal wurde von Google gekauft. Dank Google Wallet und der NFC-Technologie in den neusten Handys gebe ich Google langfristig die höheren Chancen, im E-Coupon-Markt erfolgreich zu sein.
Gier 2.0 wird sich als kein langfristiges und nachhaltiges Geschäftsmodell herausstellen.
Und schon bald wird Facebook folgen, mit dem kleinen Unterschied, dass Facebook mit 800 Mio. Mitgliedern weltweit doch schon beachtliche Werbeerträge erwirtschaftet.
Den Tagi habe ich wieder gelesen, aber nicht auf Papier. Papier habe ich nicht gerne, weil man es entsorgen muss. Die Vorzüge des Lesens einer Zeitung auf dem iPad habe ich im Artikel Zeitung lesen mit dem iPad – 7 Gründe für das Lesen der SonntagsZeitung auf dem iPad beschrieben.

Darum habe ich mich auch auf die Tagi-App gefreut. Seit heute herrscht bei mir aber keine Freude mehr. Nicht dass die App jetzt kostenpflichtig ist. Nein im Gegenteil! Ich bin bereit, für guten Content zu bezahlen, obwohl es ja mehr als genug Gratis-Content gibt.
Was mich erstaunt hat, ist die Preispolitik. Ein Jahresabo auf dem iPad soll CHF 289.- kosten. Das Print-Abo kostet zum Vergleich CHF 398.-. Die Preisdifferenz von etwas mehr als CHF 100.- ist zu gering. Mein Milchbüchleinrechnung sieht vor, dass keine Vorstufe und Layouter, keine Druckmaschinen und keine Verträgerorganisation für mich tätig sein müssen. Alles sehr hohe Kostenpositionen. Die iPad-App kostet in der Entwicklung und im Unterhalt sicherlich einiges, ist aber immer noch um Faktoren günstiger.
Liebe Tagi-Verantwortliche: Ich bin bereit zu zahlen, aber nicht einen so hohen Preis. Gerne zahle ich für guten Content max. CHF 150.-/Jahr, nicht mehr. Wenn Sie Ihre Preispolitik nicht anpassen, wird die iPad-App zum Rohrkrepierer oder allenfalls von Ihren Print-Abonnenten dazu gekauft.
Sie hätten mich wieder als Abonnenten zurück gewinnen können …
Mein Vorschlag: Kombi-Abo mit Tagi auf iPad papierlos und SonntagsZeitung Print und/oder iPad.
Endlich ist mein neuer Blog von wifimaku gestartet.
Der erste Beitrag geht um die omnipräsenten Gutscheinplattformen. Es ist ein Update der Seite “Gutscheine und E-Coupons” auf wifimaku.com.



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