Jul 13

Google+ schon bald mit 10 Mio. Usern/Mitgliedern?

Gemäss einem Post des Blogs Business Insider, über LinkedIn verbreitet, soll Google+ schon bald den Zehnmillionsten User zählen dürfen. Kein schlechtes Wachstum für ein neues Netzwerk.

Google hat das perfekt in seine Navigationsleiste integriert und wenn man schon über ein Googlekonto verfügt, ist man schnell drin in Google+. Zusätzlich wird man oben rechts informiert, wenn in seinem Netzwerk etwas verbreitet wurde. Nicht schlecht gemacht, nein, das wäre zu tief gestapelt. Es ist wirklich gut integriert.

Mir persönlich gefällt Google+ besser als Facebook. Aber das ist – wie bei so vielem – eben auch Geschmacksache. Google wird hier schon eine Rolle spielen, obwohl Mark Zuckerberg erklärt hat, weshalb Google+ Facebook nicht schlagen könne.

Hier stimme ich der Ansicht von Reto Hartinger zu, der im letzten Internet-Briefing erklärt hat, dass er glaube, dass Twitter verlieren werden. Das denke ich auch.

Ach ja, auch Mark Zuckerberg ist auf Google+ schon Mitglied. Nice, isn’t it?

Mark Zuckerberg ist auch auf Google+

Na, ich bin schon gespannt, ob er meine Freundschaftsanfrage über Google+ beantworten wird?

Jun 02

Schon in früheren Posts oder in Vorträgen war ich der Meinung, dass auf Google Earth und Google Maps dereinst 3D-Shops entstehen würden. Einen Vorgeschmack, auf das was kommen wird, zeigt das folgende Video.

Momentan zeigt es ja “nur” ein 360-Grad-Bild, aber das könnte in Zukunft schon bald ändern.

Wenn wir dann alle einmal einen Avatar haben, können wir diese E-Shops selber “vor Ort” besuchen. Der Film Avatar lässt grüssen und deren Vision ist vielleicht nicht mehr allzu weit weg?



May 11

Google reicht Beschwerde gegen Street-View-Urteil ein

Im Interesse der Schweizer Internetnutzer und Unternehmen führt Google gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde an das Bundesgericht, um sicherzustellen, dass Street View auch weiterhin in der Schweiz angeboten werden kann.

Google zieht den Fall “Google Streetview Schweiz” somit ans Bundesgericht. Der Service würde im Falle einer Niederlage vor Gericht in der Schweiz gemäss Aussagen von Google eingestellt werden, weil die Auflagen aufgrund des kürzlich gefällten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts  weitreichender Änderungen an Street View in der Schweiz angeordnet hat.

Bild: Der Google-Sitz in der Schweiz mit Google Streetview (Quelle: Google Streetview)

Seit der Einführung von Street View vor fast zwei Jahren ist der virtuelle Spaziergang dank Google Streetview auf Schweizer Strassen sehr beliebt. Gemäss einer Umfrage nutzen 53% aller Schweizer diesen Google-Service, was im internationalen Vergleich sehr hoch sei.

Nahezu 1’000 Schweizer Unternehmen, Institutionen und Verbände haben Street View in ihre eigenen Internetseiten eingebunden. So zeigt z.B. die Schweizer Post auf ihrer Website unter dem Namen «Running View» einige Marathon-Strecken mit Bildern aus Street View. Die Immobiliensite homegate.ch zeigt mit Hilfe von Street View Wohnungssuchenden eine fotorealistische Ansicht möglicher Wohnobjekte und deren Umgebung an.

Patrick Warnking, Country Manager Google Schweiz: «Der enttäuschendste Aspekt des Gerichtsurteils liegt darin, dass es die Vorteile von Street View für die Menschen und Unternehmen in der Schweiz in keiner Weise in Betracht zieht. Mehr als die Hälfte der Schweizer haben Street View schon einmal genutzt, um sich ein neues Haus, eine Umgebung oder ihre Lieblings-Orte in diesem wunderbaren Land anzuschauen».

Warnking weiter: «Wir werden uns sehr bemühen, Street View für die Schweizer Nutzer zu erhalten. Wir führen nicht deshalb Beschwerde, weil wir eigene finanzielle Interessen verfolgen – wir verdienen kein Geld mit Street View – sondern wir stehen für Innovation ein und für die Vorteile, die Street View der Schweiz bringt. Wir hoffen, dass diese Grundsätze letztlich Oberhand haben werden und dass wir den Nutzern auf der ganzen Welt auch weiterhin die Städte, Dörfer, Berge und Landschaften der Schweiz zeigen können.»

«Wir erkennen an, dass das Gericht Bedenken wegen der Privatsphäre der Schweizer hat. Und ich möchte deutlich und unmissverständlich klarstellen, dass wir den Datenschutz äusserst ernst nehmen. Wir haben bereits Massnahmen ergriffen, um die Identität von Einzelpersonen und Fahrzeugen bei Street View zu schützen. Und wir hoffen sehr, dass dies im Beschwerdeverfahren auch entsprechend gewürdigt wird», so Warnking abschliessend.
Der Schutz der Privatsphäre ist integraler Bestandteil von Street View. Eine Technologie, die speziell für Street View entwickelt wurde, verwischt automatisch Gesichter und Autokennzeichen. Und falls dabei ein Bild übersehen werden sollte, ist es für jeden Nutzer möglich, Google durch den Link «Ein Problem melden», der sich unten links auf jedem Street View-Bild findet, darauf hinzuweisen.
Weitere Informationen über Street View und wie der Dienst funktioniert findet man unter http://www.google.ch/streetview.
Persönliche Anmerkung:
Die Initiative von Google ist m.E. absolut berechtigt. Einen solchen guten Service einfach abzustellen, nur weil man auf einigen alten Momentaufnahmen einige Gesichter erkennen kann, finde ich nicht angemessen. Ich stimme Google zu, dass eine 100%ige Darstellung bzw. ohne ein einziges Gesicht kaum möglich ist. Wenn wir 99% erreichen, wird das bestimmt in unserer schnelllebigen Zeit ausreichend sein.
Apr 05

Google’s Marktanteil sank in China im 4. Quartal 2010 auf 19,6 Prozent nachdem dieser vor dem Streit mit der chinesischen Regierung noch 35.6 Prozent betrug. Baidu dominiert den Suchmaschinen-Markt in China mit einem Marktanteil von 75 Prozent während die chinesische Regierung Google immer stärker ins Abseits drängt!
Google ChinaGoogle verliert in China immer mehr an Boden. Zwar laufen die Umsätze des chinesischen Google-Büros gut. Dies aber nur, weil die Chinesen viel Google Werbung ausserhalb Chinas platzieren. Die Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass Baidu weitere Marktanteile gewinnt (siehe auch Marketing in China). Baidu dürfte gemäss Goldman Sachs 2012 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 50% erhöhen können und in 2013 um 36%.

Citigroup Analysen zeigen sogar einen noch stärkeren Abfall von Google auf 11 Prozent während Baidu den Markt mit 84 Prozent dominiert. Vor dem Streit mit der chinesischen Regierung hatte Google mehr als 35 Prozent Marktanteil (siehe auch Suchmaschinen-Marketing in China: Baidu verliert Marktanteil und erhöht Gewinn).

Chinesische Firmen distanzieren sich immer mehr von China. Auch das grösste Portal Chinas, Sina.com, teilte mit, nicht mehr mit Google zu arbeiten. Sina verwendet fortan eine eigene Suchlösung, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Viele solcher Partner sind verloren gegangen, seit Google begonnen hat, sich nicht mehr an die chinesischen Zensur-Gesetze zu halten.

Google könnte im Werbebereich die kritische Masse verlieren. Es gibt zwar noch beliebte Dienste wie Google Maps aber auch dort könnte Google den Zugang verlieren. China hat neue Regeln für online Kartendienste und Google hat bisher trotz Ablauf der Deadline für eine Lizenz keinen Antrag gemacht, den Dienst aufrechtzuerhalten. Gemäss Google laufen allerdings noch Gespräche mit der Regierung.

Der Leitartikler der „Volkszeitung“, dem Parteiorgan der Kommunistischen Partei, schoss aber gerade kürzlich wieder gegen Google. So wurde geschrieben, Google sei im Grunde wie die britische East India Company, die durch den Verkauf von Opium die Grundlagen für Chinas Konflikte im 19. Jahrhundert gelegt habe. Google plündere zwar nicht wie die Briten, sei dafür aber besser im Vertuschen.

Suchmaschinen Marketing Cross-Posting von Baidu verdrängt mit 75 % Marktanteil Google aus China

Apr 01

Gestern hat im Kongresshaus Zürich die Preisverleihung von Best of Swiss Web stattgefunden. Mir fiel dabei auf, dass – im Gegensatz zu den ganz frühen Jahren ab 2000 – jetzt nicht mehr die kleinen Agenturen und Firmen mit nur noch gute Ideen gewinnen können, wie damals die Freitag-Taschen.

Heute sind es die Firmen mit den grossen Budgets wie Migros, Post, nochmals Migros, Postfinance, Schweizer Fernsehen, wieder Migros, Ex-Libris (nicht auch Migros?), die Aufträge an die ganz grossen Agenturen wie namics, Unic, Jung von Matt/Limmat und Liip vergeben.

Nichts dagegen einzuwänden (=neue deutsche Rechtschreibung). Kein Zweifel, die Migros hat einen Super-Job gemacht und ich gratuliere alle Preisgewinnern dafür. V.a. Migipedia verdient meine Hochachtung, dass sich ein etwas behäbig organisierter Konzern wie die Migros sich so öffnen kann und die Kunden zu Wort lässt, und erst noch darauf hört. Wirklich super. Auch alle anderen Projekte sind toll.

Nur, haben da kleine Firmen mit kleinen Budgets, welche auch wieder nur die kleinen Agenturen beauftragen können, überhaupt noch eine Chance?

Ein Projekt möchte ich gerne hervorheben. Möbel Pfister war noch in einem E-Shop-Rating von Thomas Langs Carpathia auf Rang 98 von 100 platziert. Das Redesign des E-Shops ist wirklich gut gelungen und Möbel Pfister ist daher der würdige Goldmedaillengewinner in der Kategorie Usability. Herzlichen Glückwunsch.

Es zeigt auch, dass man auch heute noch die Weichen richtig stellen und damit Erfolg haben kann.