Mar 30
Rund 1 Mio. Schweizer Mobile-User täglich online. Gemäss des Sonderreports NET-Metrix-Mobile 2011-1 nutzt bereits fast jeder Dritte in der Schweiz auch Webangebote über sogenannte Small Screen Devices (SSD).
Dies entspricht rund 1,8 Mio. Personen der Schweizer Bevölkerung. Gut 21% aller Internetuser tun dies bereits täglich oder fast täglich. Der Vergleich zur Erhebung im Sommer 2010 zeigt dabei ein deutliches Wachstum für die Gruppe der SSD-User, welche um beachtliche 27% zugenommen hat. Noch wuchtiger fällt das Wachstum bei den SSD-Heavy Usern aus (+56%): Rund 1 Mio. Personen in der Schweiz nutzen täglich oder fast täglich Internetangebote über Smartphones & Co.

Quelle: NET-Metrix

Mar 29

Interessante Vorträge und Diskussionen am St. Galler Internettag 2011.
Die Schweiz kauft immer mehr online ein. 2010 wurden rund 8.7 Mia. CHF online umgesetzt, was einem Wachstum von 48% gegenüber 2008 entspricht.

Cross-Channel-Management, Mobile Commerce und Social Media Marketing bzw. Social Commerce waren die Schlagworte, die vorgetragen und diskutiert worden sind.

Foto Jörg Eugster (mit Mobile Phone erstellt, leider nicht ganz scharf)

Diskussion “Wie das mobile Internet den Handel verändert”

Teilnehmende von links: Patrick Comboeuf, Director E-Commerce SBB, Thomas Lang, Carpathia (Moderator), Dr. Beat Bühlmann, Sales Manager & Industry Leader Google Switzerland und Carlos Friedrich, Leiter Geschäftsbereich Marketing Kommunikation, Pfister.

Mein Urteil über die Veranstaltung:

Der Anlass fand in einem würdigen Rahmen am GDI in Rüschlikon statt. Super Organisation. Tolle Referate (ausser Amazon Greeley war eine Verkaufspräsentation für Amazon). Hochprofessionelle Durchführung.

Optimierungsvorschlag für die Organisatoren:

Wenn man über Social Media spricht, sollte die Vermarktung ergänzend auch über Social Media erfolgen und dann braucht es einfach ein offenes WLAN. Ich erhielt Zugang zum WLAN erst als ich nachfragte. Der Hashtag für Veranstaltung sollte ebenso vom Veranstalter zu Beginn definiert werden. Wir Twitterer haben uns selber organisiert. Der Hashtag für Twitter heisst #sgit.

Am Anlass wurde von rund 10 Usern fleissig getwittert.
Die Livediskussion kann hier verfolgt werden: http://twitter.com/#!/search?q=%23sgit

Mar 09
In Zürich mietet Google ein weiteres Gebäude und schafft Platz für 300 zusätzliche Mitarbeiter. In der heutigen Medienkonferenz erklärte Google zudem, woran in der Schweiz, dem grössten Forschungsstandort ausserhalb der USA, gearbeitet wird. Zudem betont Google die Bedeutung des Internets für die Schweizer Wirtschaft.
Google wächst. 2010 stellte der Internetkonzern weltweit über 4’500 neue Mitarbeiter ein. Eine Zahl, die 2011 noch übertroffen werden soll, wie Google im offiziellen Blog bereits im Januar verkündete. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) werden 1’000 neue Stellen geschaffen. Was diese Entwicklung für die Schweiz bedeutet, erklärt Google am heutigen «Media Update@Google Schweiz». Die genaue Anzahl Stellen, die in der Schweiz geschaffen werden, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass der Standort Zürich stark wachsen wird. Nelson Mattos, Vice President EMEA Product & Engineering: «Zürich ist der grösste Entwicklungsstandort ausserhalb der USA. Die Schweiz spielt für die Forschung und Produkt-Innovation eine zentrale Rolle bei Google.»
Google mietet zusätzliches Gebäude
2004 startete Google Schweiz mit zwei Mitarbeitern am Zürcher Limmatquai. Im März 2008 wechselte Google ins Hürlimann-Areal. Dort verdoppelte sich in den vergangenen drei Jahren die Präsenz von rund 300 auf heute über 700 Mitarbeiter. Um der aktuellen Entwicklung gerecht zu werden, hat Google kürzlich im bestehenden Gebäude einen zusätzlichen Flügel ausgebaut. Weil das nicht reicht, mietet Google Schweiz ab Juli 2011 an der Brandschenkestrasse 100 ein weiteres Gebäude. Mit der Miete im Hürlimann-Areal schafft Google Platz für rund 300 weitere Mitarbeiter.
Entwicklungsmotor Zürich
Für Zürich und die Schweiz als Standort sprechen nebst Gründen wie die Lage im Herzen Europas, der hohe Lebensstandard und die hervorragende Infrastruktur auch spezifisch technische Vorteile wie der hohe Bildungsstand und die Nähe zur ETH Zürich und EPFL. IT-Spezialisten entwickeln bei Google Schweiz lokal verankerte Lösungen für die ganze Welt. Einige der Entwicklungstätigkeiten in Zürich sind:
  • Google Suche und Google Ads: Gearbeitet wird u.a. an der Verbesserung der Search-Infrastruktur, an Google Shopping und an der Qualität der Textanzeigen.
  • Google Apps: Die Entwickler arbeiten u. a. an Funktionen von Gmail und Google Kalender.
  • Geo-Dienste: Am Standort Zürich werden verschiedene Elemente von Google Maps entwickelt.
  • YouTube: In Zürich arbeiten Entwickler an den neusten Technologien, um die Plattform für Nutzer, Inhalteanbieter und Werbetreibende immer attraktiver zu machen.

Feb 14

Yahoo Japan hat einen grossen Teil der Umstellungen auf die Google Suchergebnisse abgeschlossen und verhilft damit Google auch im japanischen Markt zu einem Marktanteil von über 90 %.

Marketing JapanYahoo Japan hatte den Wechsel zur Suchtechnologie von Google bereits im Juli letzten Jahres verkündet (siehe Yahoo Japan wechselt zu Suchmaschinen Marketing von Google). Microsoft und der grösste japanische Onlinehändler (Rakuten) hatten dagegen aber eine Beschwerde beim Kartellamt eingelegt.

Die japanische Kartellbehörde hat die Kooperation im Dezember abgesegnet und die Umsetzung wurde dann Stück für Stück in Angriff genommen. Allerdings wird das Verhalten von Yahoo und Google beobachtet und wenn monopolistische Tendenzen festgestellt werden, kann die Kartellbehörde auf den Entscheid zurückkommen.

Wie meine japanischen Kollegen melden, ist ein Grossteil der Umstellungen auf die Google Suchresultate nun erfolgt.

Yahoo ist die meistbenutzte Suchmaschine Japans aber aufgrund der Unabhängigkeit von Yahoo USA war die Kooperation mit Google möglich. Während die Suchergebnisse also vom Weltmarktführer Google kommen, werden alle anderen Angebote des Portals in der Regie von Yahoo bleiben. Die Umstellung der Anzeigenwerbung auf Google ist noch nicht abgeschlossen wird aber auch noch kommen.

(Cross-Posting von Marktanteil Google in Japan über 90 %)

Jan 25

Verfallsdatum für Internetinhalte

Der von der Regierung unterstützte „digitale Radiergummi“ für das Internet ist gestartet. Die Zusatzsoftware X-Pire für den Firefox-Browser ist vorerst nur bei Bildern einsetzbar.

Dateien werden mit dem Programm mit einer Verschlüsselung online gebracht. Nach einem voreingestellten Zeitraum wird der Schlüssel dann gelöscht und die Bilder oder Texte können nicht mehr abgerufen werden. Mit der Zeit werde man das Verfahren auch auf andere Dokumente wie PDF-Dateien und auch ganze Websites ausweiten, kündigte der Entwickler und Informatikprofessor Michael Backes an.
Sowohl zum Hochladen als auch zum Betrachten der Bilder braucht man eine Erweiterung für den Browser Firefox. Zum Anschauen ist sie kostenlos, eine Lizenz zum Verschlüsseln der Bilder kostet rund zwei Euro im Monat.

Missbrauch kann nicht ausgeschlossen werden

Nach der Vorstellung ist das Verfahren teilweise als ineffizient kritisiert worden. So räumte Backes in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ ein, dass Missbrauch bei bereits entschlüsselten Bildern nicht ausgeschlossen werden könne: „Dass Dateien kopiert und wieder online gestellt werden, ist nicht zu verhindern.“ In dem Gespräch Anfang Januar hatte er zudem einen Preis von rund zehn Euro im Monat für eine Flatrate genannt.

Persönliche Bemerkung:
Die Idee besticht! Bilder und Dokumente werden mit einem Ablaufdatum versehen. Dies ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch erst der Anfang.

Quelle: Focus Artikel