Quelle: NET-Metrix
Interessante Vorträge und Diskussionen am St. Galler Internettag 2011.
Die Schweiz kauft immer mehr online ein. 2010 wurden rund 8.7 Mia. CHF online umgesetzt, was einem Wachstum von 48% gegenüber 2008 entspricht.
Cross-Channel-Management, Mobile Commerce und Social Media Marketing bzw. Social Commerce waren die Schlagworte, die vorgetragen und diskutiert worden sind.

Foto Jörg Eugster (mit Mobile Phone erstellt, leider nicht ganz scharf)
Diskussion “Wie das mobile Internet den Handel verändert”
Teilnehmende von links: Patrick Comboeuf, Director E-Commerce SBB, Thomas Lang, Carpathia (Moderator), Dr. Beat Bühlmann, Sales Manager & Industry Leader Google Switzerland und Carlos Friedrich, Leiter Geschäftsbereich Marketing Kommunikation, Pfister.
Mein Urteil über die Veranstaltung:
Der Anlass fand in einem würdigen Rahmen am GDI in Rüschlikon statt. Super Organisation. Tolle Referate (ausser Amazon Greeley war eine Verkaufspräsentation für Amazon). Hochprofessionelle Durchführung.
Optimierungsvorschlag für die Organisatoren:
Wenn man über Social Media spricht, sollte die Vermarktung ergänzend auch über Social Media erfolgen und dann braucht es einfach ein offenes WLAN. Ich erhielt Zugang zum WLAN erst als ich nachfragte. Der Hashtag für Veranstaltung sollte ebenso vom Veranstalter zu Beginn definiert werden. Wir Twitterer haben uns selber organisiert. Der Hashtag für Twitter heisst #sgit.
Am Anlass wurde von rund 10 Usern fleissig getwittert.
Die Livediskussion kann hier verfolgt werden: http://twitter.com/#!/search?q=%23sgit
- Google Suche und Google Ads: Gearbeitet wird u.a. an der Verbesserung der Search-Infrastruktur, an Google Shopping und an der Qualität der Textanzeigen.
- Google Apps: Die Entwickler arbeiten u. a. an Funktionen von Gmail und Google Kalender.
- Geo-Dienste: Am Standort Zürich werden verschiedene Elemente von Google Maps entwickelt.
- YouTube: In Zürich arbeiten Entwickler an den neusten Technologien, um die Plattform für Nutzer, Inhalteanbieter und Werbetreibende immer attraktiver zu machen.
Yahoo Japan hat einen grossen Teil der Umstellungen auf die Google Suchergebnisse abgeschlossen und verhilft damit Google auch im japanischen Markt zu einem Marktanteil von über 90 %.
Yahoo Japan hatte den Wechsel zur Suchtechnologie von Google bereits im Juli letzten Jahres verkündet (siehe Yahoo Japan wechselt zu Suchmaschinen Marketing von Google). Microsoft und der grösste japanische Onlinehändler (Rakuten) hatten dagegen aber eine Beschwerde beim Kartellamt eingelegt.
Die japanische Kartellbehörde hat die Kooperation im Dezember abgesegnet und die Umsetzung wurde dann Stück für Stück in Angriff genommen. Allerdings wird das Verhalten von Yahoo und Google beobachtet und wenn monopolistische Tendenzen festgestellt werden, kann die Kartellbehörde auf den Entscheid zurückkommen.
Wie meine japanischen Kollegen melden, ist ein Grossteil der Umstellungen auf die Google Suchresultate nun erfolgt.
Yahoo ist die meistbenutzte Suchmaschine Japans aber aufgrund der Unabhängigkeit von Yahoo USA war die Kooperation mit Google möglich. Während die Suchergebnisse also vom Weltmarktführer Google kommen, werden alle anderen Angebote des Portals in der Regie von Yahoo bleiben. Die Umstellung der Anzeigenwerbung auf Google ist noch nicht abgeschlossen wird aber auch noch kommen.
(Cross-Posting von Marktanteil Google in Japan über 90 %)
Verfallsdatum für Internetinhalte
Der von der Regierung unterstützte „digitale Radiergummi“ für das Internet ist gestartet. Die Zusatzsoftware X-Pire für den Firefox-Browser ist vorerst nur bei Bildern einsetzbar.
Dateien werden mit dem Programm mit einer Verschlüsselung online gebracht. Nach einem voreingestellten Zeitraum wird der Schlüssel dann gelöscht und die Bilder oder Texte können nicht mehr abgerufen werden. Mit der Zeit werde man das Verfahren auch auf andere Dokumente wie PDF-Dateien und auch ganze Websites ausweiten, kündigte der Entwickler und Informatikprofessor Michael Backes an.
Sowohl zum Hochladen als auch zum Betrachten der Bilder braucht man eine Erweiterung für den Browser Firefox. Zum Anschauen ist sie kostenlos, eine Lizenz zum Verschlüsseln der Bilder kostet rund zwei Euro im Monat.
Missbrauch kann nicht ausgeschlossen werden
Nach der Vorstellung ist das Verfahren teilweise als ineffizient kritisiert worden. So räumte Backes in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ ein, dass Missbrauch bei bereits entschlüsselten Bildern nicht ausgeschlossen werden könne: „Dass Dateien kopiert und wieder online gestellt werden, ist nicht zu verhindern.“ In dem Gespräch Anfang Januar hatte er zudem einen Preis von rund zehn Euro im Monat für eine Flatrate genannt.
Persönliche Bemerkung:
Die Idee besticht! Bilder und Dokumente werden mit einem Ablaufdatum versehen. Dies ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch erst der Anfang.Quelle: Focus Artikel


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