Sep 28

 In Russland ist die Suchmaschine Yandex daran, eine Dominanz aufzubauen, wie Sie Google in westlichen Ländern hat. Dank Konzentration auf die Eigenheiten der russischen Sprache hat es Yandex verstanden, Google und die lokalen Mitbewerber zu verdrängen.

Russland ist trotz Wirtschaftskrise immer noch ein attraktiver Markt mit grossen Chancen. Auch in Russland gilt: um gezielt an Kunden zu gelangen, muss man für die von den Kunden gesuchten Begriffen gefunden werden. Während aber in der westlichen Welt Google ständig Marktanteile dazugewinnt, hat die Suchmaschine in den vergangenen Monaten in Russland massiv Marktanteile eingebüsst. Lange sah es so aus, dass Google mit dem Marktführer Yandex aufschliessen kann und Google konnte bis zu einem Drittel der Suchenden erreichen. Nun ist Google aber wieder auf einen Marktanteil von 24 Prozent zurückgefallen. Was ist passiert?

Marktanteil Suchmaschinen in Russland
Marktanteile Suchmaschinen in Russland im September 2009 gemäss Liveinternet.ru

Google nahm bis im Herbst 2007 den zweiten Platz ein und kam Yandex bis Ende September 2008 am nahesten. Aber Yandex hat beschleunigt und lässt Google nun immer weiter hinter sich im Suchmaschinenanteil.

Die russische Wirtschaft ging im ersten Quartal 9,8 Prozent zurück. Doch trotz der Krise konnte Yandex ein enormes Wachstum verzeichnen.

Entwicklung des Suchvolumens in Russland
Entwicklung des Suchvolumens in Russland

Auch gemäss den Zahlen von Comscore wuchs das Suchvolumen von Yandex innerhalb eines Jahres um 94 Prozent (siehe auch Weltweite Suchanfragen um 41 Prozent gestiegen). Vermutlich hat auch die stärkere Förderung des Internet durch den russischen Staat eine Rolle beim Wachstum der Suchmaschinennutzung in Russland gespielt (siehe auch Russlands Präsident Medwedew macht Internet zur Chefsache).

Im Gegensatz zu Yandex musste die russische Suchmaschine Rambler, die früher den zweiten Platz der russischen Suchmaschinen innehatte, schwere Verluste verzeichnen. Experten führen die Ursache auf mangelnden Fokus der Suchmaschine auf den Markt. Rambler wurde sogar von Search.Mail.ru überholt, die von Yandex betrieben wird.

Auch andere Facetten verleihen Yandex einen festen Stand am russischen Markt. Das „Yandex Geld“ erleichtert den Russen Kaufabwicklungen im e-commerce Markt, indem es wie eine Bank für die Konsumentengelder funktioniert. So können Kunden auch ohne Kreditkarten online einkaufen, da diese in Russland weder populär noch angebracht sind. Weder Kreditkarten noch PayPal sind in Russland gute Zahlungsoptionen.

Dazu kommt noch, dass Yandex ein starkes Programm für inhaltsbezogene Anzeigen betreibt, und viele der populären Erweiterungen offeriert, die man von einer führenden Suchmaschine erwartet.

Yandex ist optimal auf die Besonderheiten der russischen Sprache ausgerichtet
Yandex war die erste Suchmaschine in Russland und hat eine tiefe Verbindung zur Sprache und Kultur. Sie steht finanziell auf gesunden Beinen und investiert in ihre eigene Zukunft. Yandex hat es verstanden eine Suchmaschine zu entwickeln, die optimal auf die Eigenheiten der russischen Sprache ausgerichtet ist.

Die russische Sprache gehört zur slawischen Sprachfamilie, welche ein breites Sprachspektrum in Osteuropa umfasst: von Polen über Tschechien bis nach Serbien und Kroatien. Auch wenn die meisten nicht die kyrillischen Schreibform verwenden, entstehen die Schwierigkeiten durch den Formbestand und der Struktur dieser Sprachen. Diese ist anders als im englischen, welches für Suchmaschinen wie Google die Basis ist.

In der russischen Sprache existieren weder bestimmte noch unbestimmte Artikel (der/die/das, einer/eine/ein). Diese werden jeweils in den Wortendungen eingebaut. Artikel werden bei den Suchmaschinen als so genannte Stoppworte behandelt. Um diese Stoppwörter auf die russische Sprache anwenden zu können, muss man wissen, welche Buchstaben im Wort abgetrennt oder angepasst werden müssen. Dies wird durch die zum Teil endlosen Möglichkeiten ziemlich kompliziert. Zum Beispiel besitzt das russische Wort „Izvergatch“ 166 verschiedene grammatische Wortformen.

Schaut man in ein russisches Wörterbuch, dann wird einem schnell auffallen, dass es immer zwei russische Verben zu einem Wort gibt. Das eine drückt den vollendeten Aspekt und das andere den unvollendeten Aspekt aus. Es gibt noch weitere Aspekte, durch die ersichtlich wird, welche Komplikation die Adaption einer Suchmaschine auf andere Sprachen bedeutet. Yandex hat all diese Hindernisse überwunden und wächst in der Beliebtheit immer weiter.

Crossposting von http://news.worldsites-schweiz.ch/marktanteile-suchmaschinen-in-russland-yandex-verdraengt-alle.htm

Sep 18

Twitter ja oder nein? Grundlagen für den Entscheid, Einstiegshilfen und Optimierungstipps auf zwei oder 23 Seiten. Samt Google-Mail-Trick für mehrere Accounts.

Twitter bleibt in aller Schnäbel. George Clooney findets Quatsch, der Spiegel Online berichtet über rasant steigende Nutzerzahlen und Börsenbewertung. Bernet_PR zeigt, wie man den schnellen Kurznachrichtenkanal für Unternehmen, Organisationen, Kampagnen nutzt. Oder wann man das besser sein lässt.

Auf zwei Seiten im aktuellen Anstoss-Newsletter – den man hier abonnieren kann, erscheint zweimonatlich mit Praxistipps rund um die Kommunikation. Spannender Trick am Schluss: Wer mehrere Twitter-Accounts einrichten will, braucht jedesmal eine neue Mail-Adresse für die Anmeldung. GoogleMail bringt die Möglichkeit, eine Adresse mehrmals zu verwenden – einfach einen zweiten Punkt irgendwo platzieren, immer wieder neu. m.arcel.bernet@gmail…. zählt anders als ma.rcel.bernet@gmail… – und Google liefert beide Adressen richtig aus.

Auf 23 Seiten als PDF-Download mit Bildern über www.bernet.ch/checklisten. Oder dank Scribd auch gleich hier. Alle Twitter-Beiträge auf dem bernetblog sind in der Kategorie Microblogging zu finden.

Sep 09

Wer hätte das gedacht: Kontaktinfos sind am wichtigsten. Schweizer Medienschaffende zeigen die Wichtigkeit von Unternehmensinfos. Und setzen damit die Prioritäten für Ihren Mediencorner.

Auch wenn Online-PR immer komplexer und anspruchsvoller wird: Wichtig ist, dass die Basics stimmen. Das untermauert auch die neue Bernet-IAM-Studie Journalisten im Internet (Download Vollversion). Die Wichtigkeits-Rangliste der Informationen, welche Medienschaffende auf einer Website erwarten, stellt so einfache Inhalte wie Kontaktinfos an die erste Stelle. Vor lauter Podcast-, Facebook- oder Twitter-Projekten gehen die Grundlagen oft unter.

journ_internet_mediencorner

Erfüllen Sie die Top-Fünf auf dieser Liste? Wenn Sie folgendes im Griff haben, können Sie die nächsten fünf Wunschpunkte angehen:

  1. Kontaktinfos (immer aktuell, mit Funktion/Zuständigkeit, Telefon, Erreichbarkeit, Foto),
  2. Zahlen (die wichtigsten Zahlen in einer übersichtlichen Tabelle, zuoberst sichtbar, immer aktuell),
  3. Hintergrundinfos (mit einem Kurztext über Ihre zentralen Aktivitäten, am besten als Faktenblatt aufgebaut – so, dass ein Journalist sofort alles findet, was er zum Beispiel in einer Infobox zum Artikel einbauen will),
  4. Medienmitteilungen (als Archiv, chronologisch, alles in HTML, nicht in PDF- oder Word-Dateien versteckt) und
  5. Suchfunktion (schnelle Suche nur innerhalb des Mediencorners, nicht über die ganze Website)

Sie sind schon so weit? Checken Sie doch kurz Ihren Mediencorner anhand des Webchecks Mediencorner (drittunterste Position auf dieser Seite) durch. Und wenn dann die Basics alle stimmen, dann können Sie weitergehen im weiten Feld des Mediencorners 2.0 oder Social Media Newsrooms.

Alle bernetblog-Beiträge zur Studie «Journalisten im Internet»
Studien-Download, Kurzfassung-Newsletter

Weiterführende Beiträge im bernetblog:
Social Media Newsroom: do-it-yourself

Social Media Newsroom: Best Practice bei Electrolux

Aug 21

Gastbeitrag von Nicole Herbelschmidt

Nur vier Monate nach dem Gewinn des BITKOM Innovationspreises gelang es der Beko Käuferportal GmbH am 22. Juli 2009 erneut eine Jury von sich zu überzeugen. Bei dem Berliner Unternehmen handelt es sich um eine Vermittlungsplattform für gewerbliche Produkte und Dienstleistungen. Auf dieser können Kaufinteressenten eine Anfrage für ihr Wunschprodukt stellen, und erhalten anschließend drei Angebote von Fachhändlern aus ihrer Nähe. Verliehen wurde dieses Mal der Media Award von der Universität Regensburg und der Initiative Hochsprung in der Kategorie Beste Web-Präsenz für die Internetseite www.kaeuferportal.de . Zu den Kriterien für den Sieg in dieser Kategorie zählten, neben technischen und gestalterischen Aspekten der Website, auch die kommunikative Funktionalität und die Umsetzung des Geschäftsmodelles.

Anmerkung Jörg Eugster:

Die Idee des Käuferportals ist m.E. gut umgesetzt. Der User formuliert sein Bedürfnis und erhält dann massgeschneiderte Angebote. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.

Mar 06

twitter Buchtest.deBuchkritik in 140 Zeichen –  Eine clevere IdeeKeine langfädigen Rezensionen. In der Kürze ….Das hat sich wohl das Team von Buchtest.de gedacht und die Twitter-Buchkritik ins Leben gerufen.So etwas könnte ich mir auch für andere Dienstleistungen vorstellen!