May 18

 

 

Vodafone entdeckte 2009 die Social Media für sich. Bei den Usern kam der Konzern mit seiner ersten Kampagne allerdings nicht gut an. Welche Lehren der Mobilfunkkonzern daraus zog, erklärt Florian Steps von Vodafone Deutschland auf der next conference 2011.

Man sei euphorisch gestartet, um neue Zielgruppen anzusprechen, erläutert Steps. Mit der Kampagne “Es ist deine Zeit” wollte Vodafone im Juli 2009 die “Generation Upload” für sich begeistern und gewann die Blogger Sascha Lobo, Ute Hamelmann und Robert Basic als Werbebotschafter.

Auf dem Weg dahin habe es jedoch einige Rückschläge gegeben, räumt Steps ein. Das Unternehmen hatte nicht auf dem Schirm, dass via Social Media sehr viel schneller als über klassische Medien reagiert würde. Es fehlten die Strukturen, um darauf entsprechend reagieren zu können. Zudem konnte das Mobilfunkunternehmen seine Versprechen gegenüber den Kunden nicht einhalten. Man habe aus der Marke sehr viel mehr machen wollen als eine Marke, so Steps. Das sei fehlgeschlagen.

In der Folge ging der Telekommunikationskonzern in einem großen Shitstorm – also einem Sturm aus negativen Kommentaren – unter. Auch für die an der Kampagne beteiligten Blogger blieb das Engagement nicht ohne Folgen. Hamelmann alias “Frau Schnutinger” zog sich nach Kritik an ihrer Funktion als Testimonial aus der Bloggerszene zurück. Ihr war vorgeworfen worden, nach einem positiven Beitrag auf einem Blog des Mobilfunkanbieters nicht mehr glaubwürdig zu sein.

via Vodafones schwerer Einstieg in Social Media: “Plötzlich brach ein großer Shitstorm über uns herein” / Events / Marketing / Nachrichten / Home – internetworld.de.

Persönliche Anmerkung:
Denke, wir werden noch des öffteren von derartigen Fällen lesen.
Daher: Social Media Weiterbildung ist angesagt.

Apr 19

Interview mit Mediensprecher Carsten Roetz.

Swisscom bietet Journalisten und Bloggern ab sofort einen speziellen Twitter-Kanal an. Auf @Swisscom_Medien twittern die Swisscom-Sprecher Carsten Roetz und Olaf Schulze. Warum dieser Aufwand? “persoenlich.com” hat beim twitternden Mediensprecher Carsten Roetz nachgefragt.

Hier zum gesamten Interview:  persoenlich.com – PR/Corporate Communication – Swisscom: Twittert extra für Journalisten.

Apr 13

Per 31.3.2011 hat gemäss Internet World Stats jeder dritte Internetuser bei Facebook einen Account.
Das sind sagenhafte 664 Mio. User auf Facebook.

In den USA sind sogar 50% der Internet-Nutzer bei Facebook aktiv. In Europa ist es immerhin ein Viertel der User, welche bei Facebook mittun. In Asien sind erst 3.4% und in Africa 2.6% der Internetuser bei Facebook Mitglied. Da liegt noch viel Potenzial drin.

Nun die Schweizer Zahlen, die uns brennend interessieren.

In der Schweiz sind 2,639,720 Personen bei Facebook Mitglied, was bereits einem Drittel der Bevölkerung entspricht. Wenn wir den Vergleich nur mit den Net-Metrix-Base-Zahlen (WNK = weitester Nutzerkreis = Internetpenetration) vergleichen, dann kommt die Schweiz auf über 54% aller Internetuser, welche bei Facebook Mitglied sind.

Quelle: http://www.internetworldstats.com/facebook.htm

Apr 08

Vier von fünf Social-Media-Maßnahmen haben keinen Erfolg, sagt Dirk Steffen von TNS Infratest auf der Infect 2011 in Düsseldorf und erklärt, woran Unternehmen scheitern.

“Social Media sind ein Massenmarkt – die Menschen lieben sie, verbringen viel Zeit darin.” Viele Firmen hätten Angst vor Kontrollverlust – doch dieser sei bereits eingetreten, so Steffen. “Nur weil ich nichts unternehme, kann ich die Kontrolle ja nicht zurückgewinnen.” Das Zögern der Firmen sei dennoch berechtigt. “Mehr als 80 Prozent der Social-Media-Maßnahmen sind nicht von Erfolg gekrönt.”

Gründe fürs Scheitern:

* Strategie geht an der Zielgruppe vorbei – vielleicht wollen die Nutzer über ein Thema nicht sprechen

* Kultur im eigenen Unternehmen passt nicht zu Social Media – Strukturen zu ändern, braucht Zeit

* falsche Reaktion auf Social-Media-Kritik – nicht die Kritik, sondern die Reaktion darauf ist das Problem

Firmen, die in Social Media aktiv sein wollen, sollten Steffen zufolge folgende Schritte beherzigen: Ihre Zielgruppe verstehen, Themen festlegen, Erfolgskriterien definieren, deren Erreichung messen – und daraus lernen.

Besonders leicht sei ein erfolgreiches Social-Media-Engagement für Unternehmen, zu deren Themen die Nutzer von sich aus Informationen suchten. Bei anderen sei es die Aufgabe des Marketings, für die Nutzer interessante Ansätze zu entwickeln.

via Gründe für Erfolg und Scheitern im Social-Media-Marketing: Der Kontrollverlust ist schon eingetreten – internetworld.de.

Persönliche Anmerkung: Da lag ich mit meinem Referat 5 Fallstricken (an der SOM Swiss Online Marketing Messe) im Social Media goldrichtig ;-)
Das Referat ist auf www.dallavecchia.ch

Mar 24

Heute hat die 2. Social Media Marketing Konferenz des Internet-Briefing stattgefunden.

Referenten wie Nicolas Berg, Florian Wieser, Mike Schwede, Dominique Hess, Sandra Stirnemann, Ralph Hutter, Daniel Niklaus, Martin Widmer, Mark Leinemann, Milko van Rijn und Mike Müller sind dem Phänomen Social Media auf den Grund gegangen und haben versucht, eine Antwort auf ROI, Conversion Rate, Dos and Donts etc etc. im Social Media Marketing.

Selber bin ich im Thema Social Media Marketing noch etwas gespalten: Zwei Seelen wohnen auch in meiner Brust.

Einerseits sehe ich, dass viele Personen sich lange in den Social Media aufhalten. Andererseits bin ich immer noch der Meinung, dass diese Leute sich doch nicht in den Social Media aufhalten, um von Werbung berieselt oder sich plumpe Annäherungsversuchen von irgendwelchen Firmen oder Marken aushalten müssen. Nein, die Leute sind doch in Social Media, weil sie sich mit Freunden unterhalten wollen. Das Kommunikationbedürfnis steht im Vordergrund.

Jede Firma glaubt jetzt, man müsse eine Fanseite auf Facebook einrichten. Dabei sein ist alles. Aber wann kommt die grosse Ernüchterung aller dieser Massnahmen?

Alle Social Media Marketing-Experten sagten aus, dass man sich als Marke in die Diskussion einklinken, zuhören, antworten, diskutieren muss, bevor man dann verkaufen kann. Welcher klassische Marketer kann das wirklich? Nur zuhören? Geht das denn, wenn man jahrelang gewohnt war, mit Einweg-Werbung zu beschallen und Reichweite und Werbedruck zu erzeugen?

Ausschnitt zum Referat von Daniel Niklaus (Video mit Handycam aufgenommen. War ein Test).