Oct 03

Google AnalyticsGemäss dem deutschen Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) ist der Einsatz von Google-Analytics nur rechtlich unbedenklich, wenn dies in den Datenschutzbestimmungen der eigenen Website entsprechend mit einem Hinweis deklariert wird.

Heise berichtete gestern weiter:

Einen entsprechenden Vermerk habe Google auch in den Nutzungsbedingungen von Analytics aufgenommen. Dennoch kämen bisher nur wenige Webmaster der Verpflichtung nach, beklagen die BVDW-Vertreter. Dabei könne der erforderliche Hinweis im exakten Wortlaut aus den Datenschutzbestimmungen von Google direkt übernommen werden.

Darin versichert der Suchmaschinenbetreiber unter anderem auch, dass die gespeicherten IP-Adressen nicht mit anderen Daten bei Google verknüpft würden. “Die IP-Adresse wird lediglich zur Geo-Segmentierung genutzt”, bestätigt Thomas Brommund, Geschäftsführer der contentmetrics GmbH und ebenfalls Leiter des Arbeitskreises Erfolgskontrolle. Die IP-Adresse könne lediglich einem Standort zugeordnet werden, nicht aber einer natürlichen Person und sei damit für eine Consumer-Analyse irrelevant.

Vom Schweizer Datenschützer liegt diesbezüglch noch keine explizite Empfehlung vor. Ratsam ist ein entsprechender Hinweis dennoch in den eigenen Datenschutzbestimmungen.

(Crossposting vom carpathia: e-business.blog)

Aug 13

Fire Eagle weiß, wo der Nutzer ist

Yahoo! hat mit Fire Eagle eine umfassende Nutzer- und Entwicklerplattform für standortbezogene Dienste entwickelt. Die Aufenthaltsorte der Fire Eagle-Mitglieder können freiwillig im Internet übermittelt werden.
Anzeige

Informationen über den eigenen Aufenthaltsort an ausgewählte Personen weitergeben, speichern und verwalten – dies macht Yahoo! Fire Eagle möglich. Die nach einer im März dieses Jahres vorgestellten Beta-Version nun veröffentlichte Vollversion soll es Nutzern und Entwicklern möglich machen, ihre Internet-Aktivitäten um das Element des Aufenthaltsortes zu bereichern. Fire Eagle mache, so Tom Coates von Yahoo!, das Internet noch ein wenig nützlicher.

Nutzer können mit Fire Eagle freiwillig ihren Aufenthaltsort an einen von ihnen individuell ausgewählten Personenkreis weitergeben. Dies kann entweder über eigens zu diesem Zweck entwickelte Programme oder manuell auf den Seiten der Plattform erfolgen. Wie viele Informationen dabei weitergegeben werden entscheidet der Nutzer selbst. Ebenso kann er sich jederzeit „verstecken“ und seine preisgegebenen Daten verändern oder löschen. Entwickler können sich durch Fire Eagle die teils enorm kostenintensiven und komplizierten Planungsvorgänge ersparen, die für die Etablierung eines standortbezogenen Dienstes meist nötig sind. Investitionen in die Infrastruktur sind nicht erforderlich. Durch eine offene Programmierstruktur in Verbindung mit einer API-Schnittstelle können Software-Anwendungen direkt eingebunden werden.

Zusammen mit dem Start von Fire Eagle wurden bereits über 14 Anwendungen veröffentlicht, welche die Leistungsfähigkeit des Systems schon recht eindrucksvoll zeigen. So stellt beispielsweise Brightkite ein soziales Netzwerk mit eingebundenen Standortinformationen dar, in welchem die Nutzer ihre Freunde suchen oder neue Bekanntschaften in ihrer Gegend finden können. Dopplr ist ein Service für vernetzte Reisende, die ihre Reisestationen und -Erlebnisse mit Personen ihres Vertrauens teilen möchten. Der Satelliten-Übermittlungsdienst SPOT schließlich sendet die eigenen GPS-Standortdaten über ein Satelliten-Netzwerk von fast jedem Ort der Welt an Familie und Freunde aus.

Persönliche Anmerkung:
Na, wer da bei der Namensgebung wohl Pate stand ??

Quelle ECIN Newsletter 

Jul 28

Google gibt Gas und sorgt in diesem Monat gleich mit drei neuen Projekten für Bewegung im Online Markt. Allerdings sorgen nicht alle neuen Tools bei den Werbetreibenden für die erhofften Begeisterungsstürme.

Mit dem kostenlosen Recherche- und Mediaplanungswerkzeug Ad Planner soll Werbetreibenden die Auswahl von relevanten Websites erleichtert werden. Laut Google kann hierbei nach bestimmten Zielgruppenkritierien wie Alter, Geschlecht, Bildung und Haushaltseinkommen gefiltert werden. Zusätzlich werden Unique Visitors und internationale Reichweite der selektierten Seiten angegeben. Zudem wird ersichtlich, welche Seiten diese Besucher sonst noch ansteuern. Einmal ausgewählt, lassen sich komplette Mediapläne erstellen und in andere Applikationen importieren. Wichtig hierbei:  Ad Planner zeigt auch Statistiken zu Websites an, die nicht Teil des Google Content Netzwerks sind. Konkrete Angaben dazu, wie diese Seiten ausgewählt werden und woher die Daten stammen, macht Google nicht. Wer an der Betaversion des Programms teilnehmen will, muss sich bewerben.

Während der Ad Planner also eher für Mediaplaner gedacht ist, richtet sich Google Trends für Websites an ein breiteres Publikum. Das neue Feature für Google Trends analysiert z. B. mit Hilfe der Analytics Zahlen die Entwicklung des Traffics auf einer Website und kann diesen mit bis zu vier weiteren Sites vergleichen. Zudem wird angezeigt, für welche anderen Seiten sich ein User einer bestimmten Domain noch interessiert und welche Suchbegriffe er verwendet hat.  Eigene Google Projekte werden allerdings nicht gelistet: ein Vergleich mit Youtube, Orkut  oder einer Google-Suchseite fällt damit flach.

Und gleich noch ein Projekt der Kalifornier hinterher: Google launcht ein neues Affiliate-Netzwerk. Das „Google Affiliate Network“  basiert auf dem Affiliate Netzwerk Performics, das zu dem von Google kürzlich übernommenen Doubleclick gehört. Der neue Dienst soll nun in AdSense integriert und im Gegenzug das eigene Pay-Per-Action Modell wieder eingestellt werden.
Und Google wäre nicht Google, würde da nicht noch was nachkommen: jüngst bläst unser Suchmaschinenprimus zum Angriff auf die lokalen Anzeigenmärkte. Werbung auf Google-Seiten wird künftig vom Münchener Unternehmen Telegate vertrieben. Im Fokus stehen vor allem kleine & mittlere Unternehmen, die bisher vor allem in Branchenbüchern wie den Gelben Seiten oder lokalen Anzeigenblättern geworben haben. Diese potentiellen Anzeigenkunden erhalten jetzt Anrufe von 400 rekrutierten Telegate-Vertriebsmitarbeitern. Telegate ist damit der erste größere „Google Reseller“…wird aber wohl nicht der einzige bleiben.

Und jetzt Luft holen…und auf den nächsten Google-Monat freuen!

Quelle: explido Newsletter

Jun 25

Lukas Stuber berichtet in seinem Blog über die neue Funktion von Google Trends, welches so interessant ist, dass ich mir auch meine eigenen Gedanken erlaube. Google Trends for Websites (Post von Lukas Stuber) zeigt Websites mit täglich über 1000 Unique Visitors an. Das Ranking von Alexa hat mich nie ganz befriedigt, denn es gab Websites, welche offensichtlich diesen Mechanismus umgangen haben.

Oft wurde ich zu suche.ch und help.ch befragt, wie seriös diese Anbieter seien, weil sie sich doch recht aggressiv im Markt bewegen. Die folgende Statistik zeigt den Trend der beiden Sites mit der neuen Funktion von Google Trends auf. So kann sich der Leser bzw. die Leserin dieses Post selber ein Urteil bilden. Als Vergleich habe ich unsere eigene Site www.swisswebcams.ch hinzugefügt, da diese über den Net-Metrix Audit neutral gemessen wird. Nun kann man endlich eine Annäherung des Traffics für Sites machen, welche sich nicht über den Net-Audit messen lassen.

Die Trend von Google Trends stimmt zumindest für unsere eigene Site swisswebcams.ch (rote Kurve oben): Die Peaks im August 2007 (Hochwasser), November 2007 (Beginn des Winters mit Schneefall), Weihnacht/Neujahr (normal hoher Traffic) und März (Karfreitag, schlechtes Wetter). Somit kann ich die “Richtigkeit” der Zahlen für unsere eigene Site bestätigen. Somit nehme ich einmal an, dass diese auch für die anderen Sites eine relativ hohe Genauigkeit aufweisen, denn Google wird den Traffic vermutlich über die Google Toolbar messen, wie das Alexa ja auch tut. Der Unterschied besteht darin, dass es vermutlich x-tausend mal mehr installierte Google Toolbars gibt als jene von Alexa.

Apr 22

Alexa begann 1998 damit, den Usern der Alexa-Toolbar die Popularität einer Website in Form eines Rankings anzuzeigen. Dieser Service war auch sehr häufig nachgefragt. Bei mir hinterliess es oft Fragen, wenn man sah, wie Websites mit einem guten Ranking belohnt wurden, obwohl sie vermutlich viel weniger Traffic aufwiesen. Wie konnte man dieses Ranking positiv beeinflussen? Siehe hier auch meinen Post zum Alexa-Ranking vom 12. November 2007. Meine Frage damals direkt an Alexa, wie gut das Ranking sei, wurde mir nur mit allgemeinen Phrasen beantwortet.

Nun gibt Alexa, das übrigens zu Amazon gehört, selber die Antwort mit einem neuen Ranking-Algorithmus. Nun aggregieren sie Daten aus verschiedenen Quellen. Mal sehen, ob das Ranking nun zuverlässiger wird? Ich werde es weiterhin beobachten und hier darüber berichten.


Quelle: http://www.alexa.com/site/company/announcement