Dec 08

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Aus dem Newsletter von Torsten Schwarz:
Lufthansa, Google und Otto twittern am interessantesten

  • Nicht Größe allein zählt bei Twitter
  • Studie untersucht Relevanz von Unternehmen im Social Web
  • US-Unternehmen erreichen hundert mal mehr Sichtkontakte

Gute Inhalte sorgen für eine hohe Reichweite. So lautet eine der Kernaussagen einer aktuellen Studie über den Kurznachrichtendienst Twitter. Über einen Zeitraum von drei Monaten beobachtete das Beratungsunternehmen Absolit gemeinsam mit dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco und der PR-Agentur talkabout communications die zwanzig aktivsten Unternehmen. „Twitter wird von vielen Unternehmen eingesetzt, um sich durch den direkten Dialog in ein gutes Licht zu setzen“ sagt Studienautor Torsten Schwarz. Die Beispiele Lufthansa und Google zeigen jedoch, dass auch ohne den personalintensiven Dialog eine hohe Reichweite aufgebaut werden kann.

“In Deutschland ist Twitter der am meisten von Unternehmen genutzte Social-Media-Kanal”  fasst eco-Geschäftsführer Harald Summa die Ausgangsituation zusammen. In der Studie werden die wichtigsten Kenngrößen ermittelt und verglichen. Am leichtesten messbar ist die Reichweite, da die Zahl der “Follower” (Abonnenten oder Fans) in Twitter direkt angezeigt wird. Hier liegt die Lufthansa mit großem Abstand vorne. Voraussetzung für eine hohe Attraktivität sind jedoch gute Inhalte. Um das zu messen, analysierten die Forscher drei Monate lang den Anteil der Nachrichten, die so interessant waren, dass sie von Twitternutzern an Bekannte weitergeleitet wurden. Die Attraktivität der Nachrichten ist der wirkungsvollste Hebel, um mehr Follower zu erhalten und damit die eigene Reichweite zu erhöhen.

Unternehmen wie Google, aber auch die Messe Frankfurt oder der Daimler News-Kanal beschränken sich auf die Bereitstellung relevanter Nachrichten in Twitter. Im Kern jedoch ist der Dienst ein Dialogmedium: Unternehmen wie der US-Kabelanbieter Comcast geben täglich etwa zwanzig differenzierte Antworten auf Kundenfragen. Otto, Ebay, Kodak und Vodafone sind in Deutschland die Vorreiter beim Einsatz von Twitter als Medium für den Kundendialog. Fast neunzig Prozent der Inhalte im Twitter-Account von Otto bestehen aus Antworten auf Fragen von Twitternutzern. Dahinter steckt ein Team von drei Personen, die zeitversetzt für die Kunden da sind. “Der direkte Dialog mit dem Kunden, Journalisten und Bloggern ist ein Kernelement des Markenaufbaus über soziale Netze” fasst Mirko Lange, Geschäftsführer von talkabout zusammen.

Ganz anders bei Google, Messe Frankfurt und Daimler. Hier werden – zum Teil automatisiert – Pressemeldungen in Twitter publiziert. Bei Google und Messe Frankfurt sind das nur etwa zwei Meldungen pro Woche. Damit ist die Chance hoch, dass diese Meldungen auch Aufmerksamkeit erhalten. Bei Daimler sind es jedoch täglich vier Meldungen. Auch die Bahn sendet vollautomatisierte Nachrichten. Täglich gibt es etwas fünf Verkehrsmeldungen. Diese werden auch weiterempfohlen. Plus dagegen hat ebenfalls einen recht leblosen Account ohne viel Dialog und mit reinen Produktmeldungen. Hier werden nur zwei Prozent der Meldungen weitergereicht. Hier spielt jedoch ein weiterer Faktor mit hinein: Die Qualität der Follower. Auch diese wurde in der Studie gezielt analysiert. Die reine Reichweite ist wertlos, wenn sich dahinter nicht auch wirkliche Fans des Unternehmens befinden.

Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. “Die Investition in den Kundendialog zahlt sich aus” schlussfolgert Schwarz. Kodak, Allianz und Otto sind nämlich wiederum die Unternehmen mit dem höchsten Anteil an dialogorientierten Twittermeldungen. In den USA ist Twitter schon weiter. Hundert mal mehr Sichtkontakte erreichen die großen US-Unternehmen im Vergleich zu den deutschen. Einen Download der Kurzversion der Studie gibt es unter absolit.de/Twitterstudie.

Quelle und Bezugsadresse: http://www.absolit.de/Twitterstudie

Nov 20

Aus dem Blog von Matt Cutts:
Automatic captions in YouTube

11/19/2009 08:30:00 AM

Since we first announced captions in Google Video and YouTube, we’ve introduced multiple caption tracks, improved search functionality and even automatic translation. Each of these features has had great personal significance to me, not only because I helped to design them, but also because I’m deaf. Today, I’m in Washington, D.C. to announce what I consider the most important and exciting milestone yet: machine-generated automatic captions.

Quelle: http://googleblog.blogspot.com/2009/11/automatic-captions-in-youtube.html

Sep 28

 In Russland ist die Suchmaschine Yandex daran, eine Dominanz aufzubauen, wie Sie Google in westlichen Ländern hat. Dank Konzentration auf die Eigenheiten der russischen Sprache hat es Yandex verstanden, Google und die lokalen Mitbewerber zu verdrängen.

Russland ist trotz Wirtschaftskrise immer noch ein attraktiver Markt mit grossen Chancen. Auch in Russland gilt: um gezielt an Kunden zu gelangen, muss man für die von den Kunden gesuchten Begriffen gefunden werden. Während aber in der westlichen Welt Google ständig Marktanteile dazugewinnt, hat die Suchmaschine in den vergangenen Monaten in Russland massiv Marktanteile eingebüsst. Lange sah es so aus, dass Google mit dem Marktführer Yandex aufschliessen kann und Google konnte bis zu einem Drittel der Suchenden erreichen. Nun ist Google aber wieder auf einen Marktanteil von 24 Prozent zurückgefallen. Was ist passiert?

Marktanteil Suchmaschinen in Russland
Marktanteile Suchmaschinen in Russland im September 2009 gemäss Liveinternet.ru

Google nahm bis im Herbst 2007 den zweiten Platz ein und kam Yandex bis Ende September 2008 am nahesten. Aber Yandex hat beschleunigt und lässt Google nun immer weiter hinter sich im Suchmaschinenanteil.

Die russische Wirtschaft ging im ersten Quartal 9,8 Prozent zurück. Doch trotz der Krise konnte Yandex ein enormes Wachstum verzeichnen.

Entwicklung des Suchvolumens in Russland
Entwicklung des Suchvolumens in Russland

Auch gemäss den Zahlen von Comscore wuchs das Suchvolumen von Yandex innerhalb eines Jahres um 94 Prozent (siehe auch Weltweite Suchanfragen um 41 Prozent gestiegen). Vermutlich hat auch die stärkere Förderung des Internet durch den russischen Staat eine Rolle beim Wachstum der Suchmaschinennutzung in Russland gespielt (siehe auch Russlands Präsident Medwedew macht Internet zur Chefsache).

Im Gegensatz zu Yandex musste die russische Suchmaschine Rambler, die früher den zweiten Platz der russischen Suchmaschinen innehatte, schwere Verluste verzeichnen. Experten führen die Ursache auf mangelnden Fokus der Suchmaschine auf den Markt. Rambler wurde sogar von Search.Mail.ru überholt, die von Yandex betrieben wird.

Auch andere Facetten verleihen Yandex einen festen Stand am russischen Markt. Das „Yandex Geld“ erleichtert den Russen Kaufabwicklungen im e-commerce Markt, indem es wie eine Bank für die Konsumentengelder funktioniert. So können Kunden auch ohne Kreditkarten online einkaufen, da diese in Russland weder populär noch angebracht sind. Weder Kreditkarten noch PayPal sind in Russland gute Zahlungsoptionen.

Dazu kommt noch, dass Yandex ein starkes Programm für inhaltsbezogene Anzeigen betreibt, und viele der populären Erweiterungen offeriert, die man von einer führenden Suchmaschine erwartet.

Yandex ist optimal auf die Besonderheiten der russischen Sprache ausgerichtet
Yandex war die erste Suchmaschine in Russland und hat eine tiefe Verbindung zur Sprache und Kultur. Sie steht finanziell auf gesunden Beinen und investiert in ihre eigene Zukunft. Yandex hat es verstanden eine Suchmaschine zu entwickeln, die optimal auf die Eigenheiten der russischen Sprache ausgerichtet ist.

Die russische Sprache gehört zur slawischen Sprachfamilie, welche ein breites Sprachspektrum in Osteuropa umfasst: von Polen über Tschechien bis nach Serbien und Kroatien. Auch wenn die meisten nicht die kyrillischen Schreibform verwenden, entstehen die Schwierigkeiten durch den Formbestand und der Struktur dieser Sprachen. Diese ist anders als im englischen, welches für Suchmaschinen wie Google die Basis ist.

In der russischen Sprache existieren weder bestimmte noch unbestimmte Artikel (der/die/das, einer/eine/ein). Diese werden jeweils in den Wortendungen eingebaut. Artikel werden bei den Suchmaschinen als so genannte Stoppworte behandelt. Um diese Stoppwörter auf die russische Sprache anwenden zu können, muss man wissen, welche Buchstaben im Wort abgetrennt oder angepasst werden müssen. Dies wird durch die zum Teil endlosen Möglichkeiten ziemlich kompliziert. Zum Beispiel besitzt das russische Wort „Izvergatch“ 166 verschiedene grammatische Wortformen.

Schaut man in ein russisches Wörterbuch, dann wird einem schnell auffallen, dass es immer zwei russische Verben zu einem Wort gibt. Das eine drückt den vollendeten Aspekt und das andere den unvollendeten Aspekt aus. Es gibt noch weitere Aspekte, durch die ersichtlich wird, welche Komplikation die Adaption einer Suchmaschine auf andere Sprachen bedeutet. Yandex hat all diese Hindernisse überwunden und wächst in der Beliebtheit immer weiter.

Crossposting von http://news.worldsites-schweiz.ch/marktanteile-suchmaschinen-in-russland-yandex-verdraengt-alle.htm

Aug 19

Persönlich bin ich nicht gerade ein Facebook-Enthusiast. Aber aus einer beruflichen Sorgfaltspflicht heraus, habe ich mir die Mühe genommen, mit einer Marketing-Taschenlampe in der Hand in den Keller und in den Estrich von Facebook zu steigen und die ziemlich verwinkelten Räume etwas auszuleuchten. Zu meinem eigenen Erstaunen, bin ich auf 20 gute Gründe gestossen, weshalb eigentlich ziemlich jedes Unternehmen eine Facebook-Präsenz haben sollte. Da ich die auch auf unserer Website platziert habe, sind sie von der Form her als direkte Kundenansprache verfasst. Auf die Diskussionen bin ich gespannt.

1. Spezifisches Gewicht

Facebook ist inzwischen die viertgrösste Website der Welt, wächst atemberaubend weiter und verzeichnet in der Schweiz rund 1.7 Mio. User. Damit ist Facebook schlicht zu bedeutend, um es marketingseitig zu ignorieren.

2. Interne Kommunikation

Ihre Mitarbeitenden können ihre Verbundenheit mit dem Arbeitgeber ausdrücken, indem sie Fan werden.

3. Partner-Kommunikation

Ihre Lieferanten können ihre Ergebenheit demonstrieren, indem sie Fan werden.

4. Kundenbindung

Ihre Kunden können ihre Zufriedenheit ausdrücken, indem sie Fan werden.

5. Viral Effekt

Fan werden und jede andere User-Interaktion auf der Site löst in den Netzwerken der Fans eine Benachrichtigungs-Kaskade aus. Ihre FB-Site ist permanent im «Gespräch».

6. Image

Facebook betont die menschliche, kontaktfreudige, kundennahe Seite Ihres Unternehmens (Social Media). Und Ihre Nähe zum Puls der Zeit. 93 % der Social Media-User sind der Meinung, dass ein Unternehmen eine Social Media-Präsenz haben sollte.

7. Taktische Kommunikation

Sie können Ihre FB-Seite als unkomplizierten Response-, Promotion-, Event- und Dialog-Kanal nutzen, ohne aus Ihrer eigenen Website immer eine Baustelle zu machen. Short Time to Market.

8. Cross Selling

Das Facebook Fan-Widget kann Ihr Webmaster per Copy/Paste in Ihre offizielle Website einbinden. So generieren Sie auch von dort aus neue Fans und wiederkehrende Kontakte.

9. Funktionalität nach Mass

Unzählige Facebook-Apps stehen für unterschiedlichste Marketing-Zwecke (Forum, Umfragen, Promos) kostenlos zur Verfügung. Sie können auch eigene Branded Apps einstellen.

10. Spareffekt

Die Nutzung von Facebook ist auch für Firmen gratis. Facebook kann die Funktion von Microsites und Landingpages übernehmen und Ihnen damit gegebenenfalls viel Zeit und Geld sparen.

11. User Generated Content

Sie können Ihre FB-Site für User Generated Content frei geben und steigern damit Aktualität, Involvement und Viralität Ihrer FB-Präsenz.

12. Suchmaschinenmarketing

Facebook Corporate Sites werden von Google und Co. sehr gut indiziert. Das Unternehmen erhält dadurch Raumgewinn in Editorial Listings und erweitert sein Verlinkungsnetz.

13. Branding

Ab 100 25 Fans kann ein Unternehmen die URL www.facebook.com/ihrwunschname selber definieren, idealerweise bevor ein anderer es tut. Über HTML- und Flash-Felder kann das Firmen- oder Produkt-Branding auf Facebook hochwertig umgesetzt werden.

14. Traffic Generator

Eine Facebook Corporate und/oder Product Site liefert zusätzlichen Traffic auf Ihre offizielle Website.

15. Skalierbarer Einstieg

Anders als bei den meisten Internet-Aktivitäten (z.B. Website, Blog, Newsletter etc.) kann ein Unternehmen mit geringsten Initialkosten einsteigen und gegebenenfalls später nach Belieben ausbauen.

16. Social Media Marketing

Der Social Media-Leader Facebook kann als Sprungbrett und Drehscheibe ideal für weiterführende Engagements in der immer stärker vernetzten und stärker wachsenden Social Media-Welt dienen. Das Synergiepotential ist riesig.

17. Restriktionen

Sie können Ihre FB-Site ganz oder partiell für bestimmte Altersgruppen und Länder öffnen oder sperren, was rechtliche Probleme lösen und die Zielgruppenansprache verfeinern kann.

18. Message Targeting

Der Site-Betreiber kann seine Fans soziodemografisch selektionieren und über das integrierte Messaging-System anschreiben (Keine Spam-Problematik). Statistische Auswertungen inklusive.

19. Facebook Gruppen

Nebst einer Facebook Fan-Site können Sie im Handumdrehen auch eine marken- oder produktspezifische Special Interest-Gruppe gründen und damit weitere Synergien und virale Effekte erzielen.

20. Display-Werbung

Für die Bewerbung Ihrer Facebook-Aktivitäten (und darüber hinaus) steht Ihnen ein integriertes Werbesystem zur Verfügung, das extrem kostengünstig und mit weitreichenden Targeting-Möglichkeiten eingesetzt werden kann (ähnlich wie Google Adwords). Eine Besonderheit dabei ist die Möglichkeit, Ihre Fan-Basis in Ihre Facebook-Kampagnen zu integrieren (social ads). 83 der 100 grössten amerikanischen Werbetreiber nutzen dieses Instrument.

Jul 27

Strategisch darf man da noch einiges erwarten:

“Bedenken wegen ausbleibender Umsätze hält Biz Stone für gut gemeint. Der Mikrobloggingdienst verfolgt eine ambitionierte, langfristige Strategie. Einen Sales-Vorstand gibt es weiterhin nicht.

Biz Stone, einer der Gründer von Twitter, hat in einem Interview auf der Konferenz “Brainstorm: Tech” gesagt, das Unternehmen habe trotz allen Erfolgen erst ein Prozent seiner Ziele erreicht. “Wir müssen noch ganz schön viel wachsen.” Man habe seine Strategie aber langfristig ausgelegt.

Stone bemühte die Filmindustrie als Vergleich: Man wolle nicht wie viele Kinderstars unter den Schauspielern als Erwachsener immer merkwürdiger, sondern zum Regisseur und Produzenten werden – wie Ron Howard. Zuletzt habe man das Personal von 43 Angestellten im Mai auf jetzt 55 Beschäftigte erweitert.

Für die verbreiteten Sorgen wegen der ausbleibenden Umsätze des Unternehmens zeigte Stone Verständnis. Dies komme schließlich von Menschen, die einen Erfolg von Twitter herbeisehnten. “Sie sind wie eine fürsorgliche Mama, die sichergehen will, dass ihr Kind auch immer genug isst.” Er musste allerdings auch zugeben, dass Twitter nach wie vor keinen Sales-Vorstand hat.

Erneut argumentierte der Gründer, Twitter müsse noch viel Energie in den Aufbau seines Diensts stecken. “Der Bekanntheitsgrad geht noch weit über das Engagement der Leute hinaus.” Als Verbesserung in diese Richtung präsentierte er einen Einsteigerkurs für geschäftliche Nutzer, Twitter 101, der mittlerweile online ist. Einige ähnliche Features seien noch in Vorbereitung.

Auch auf die im Mai von einem Hacker entwendeten und kürzlich veröffentlichten E-Mails und Geschäftsdokumente kam Stone zu sprechen. Sie seien mehr Gedankenspiele gewesen und dürften nicht zu ernst genommen werden. “Wenn man davon etwas mitnehmen sollte, dann die Tatsache, dass wir im großen Maßstab denken.” Man müsse aber den Kontext beachten: “Das sind Notizen, die nicht für eine Veröffentlichung bestimmt waren.” Über das weitere Vorgehen von Twitter in dieser Sache und eine mögliche Klage gegen TechCrunch wollte Stone nichts sagen.

Einen interessanten Einwurf während des Interviews machte Walmarts PR-Chefin Mona Williams. Ihr Unternehmen benötige dringend bessere Werkzeuge, um interessante Kommentare von Kunden auszufiltern. “Das wäre etwas, wofür wir zahlen würden”, sagte sie. Dieser Bedarf dürfte allerdings auch der Grund sein, warum mehrere Unternehmen – darunter Google – an einer effizienten Twitter-Suche arbeiten.”

Quelle: zdnet.de