Apr 27

 

 

Interessanter Artikel für alle Webshop-Betreiber/innen (Quelle siehe unten):

Viele Händler wollen sich die Möglichkeit eines internationalen Handels nicht entgehen lassen. Häufig wird dabei jedoch die Pflicht übersehen, dass Versandkosten für alle Länder, in die geliefert wird, das heißt die im Bestellprozess auswählbar sind, anzugeben sind. Ein Hinweis, dass diese Kosten per Mail oder Anruf bei einer Hotline erfragt werden können, verstößt gegen das Wettbewerbsrecht und kann abgemahnt werden.

Das hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm in einer aktuellen Entscheidung bestätigt. Dem Urteil geht ein jahrelanger Rechtsstreit voraus. Im Shop der Antragsgegnerin wurde ein weltweiter Versand angeboten. Die Lieferkosten waren jedoch nur für das deutsche Festland sowie vier weitere Länder angegeben. Wer eine Lieferung auf die deutschen Inseln oder in das Ausland wollte, wurde aufgefordert, vor Abgabe der Bestellung eine entsprechende Anfrage an den Shop zu stellen.

Die Antragstellerin sah hierin einen Verstoß gegen die Vorschriften der Preisangabenverordnung, die zur Angabe der genauen Auslandsversandkosten und der Versandkosten auf deutsche Inseln verpflichten.

Angabe der Versandkosten nicht möglich

Die Antragsgegnerin brachte vor, dass die Angabe der Versandkosten auf deutsche Inseln bzw. ins Ausland nicht möglich sei. Im Endeffekt würde die Angabepflicht dazu führen, dass sie ihren Handel auf die Inseln und ins Ausland einstellen müsste.

Kein Problem bei Insellieferungen

Die Antragstellerin meinte dagegen, dass es oft keinen Unterschied mache, ob sich der Lieferort auf dem Festland oder einer deutschen Insel befinde, da die Konditionen hier gleich seien. Die Inseln Fehmarn, Rügen, Riems oder Poel seien über das normale Straßennetz erreichbar.

Händler ist für Angabe verantwortlich

Die Antragsgegnerin versuchte sich auch mit dem Argument zu verteidigen, dass sie die Waren direkt vom Hersteller liefern lasse und daher gar keinen Einfluss auf die Versandkosten nehmen und diese deswegen auch nicht angeben könne. Das OLG Hamm entschied aber, dass sich auch Zwischenhändler, die direkt vom Hersteller liefern lassen, an die Vorschriften der Preisangabenverordnung zu halten haben. Der Händler hat dann selbstständig für diverse Warengruppen die Kosten zu ermitteln und in das Internetangebot aufzunehmen. Außerdem sei es auch nicht unmöglich, die Kosten für jeden Artikel und alle Inseln herauszufinden.

Das Anbieten einer Anfragemöglichkeit genügt dieser Pflicht nicht, da die hierdurch dem Verbraucher aufgebürdete Fragelast nicht den Vorgaben des § 1 Abs. 2 PAngV entsprechen würde.

via International verkaufen und versenden: “Versandkosten auf Anfrage” verstößt gegen Wettbewerbsrecht – internetworld.de.

Apr 20

 

 

Der US-amerikanischen Einzelhandelsriese Walmart will in den sozialen und mobilen E-Commerce einsteigen. Die Warenhauskette legt sich deshalb jetzt die Suchtechnologiefirma Kosmix zu.

Kosmix werde Teil der neuen WalmartLabs-Gruppe, einem Silicon-Valley-Unternehmen, das Walmarts soziale und mobile E-Commerce-Aktivitäten durch die Entwicklung von Technologien und Geschäftsmodellen unterstützen soll, berichtet paidContent. Die beiden Gründer von Kosmix, Venky Harinarayan und Anand Rajaram, wechseln dazu ebenfalls zu WalmartLabs.

Details zum Kaufpreis wurden nicht bekannt gegeben. Gerüchten zufolge soll der Kaufpreis aber bei mehr als 300 Millionen US-Dollar liegen. Kosmix konnte in der Vergangenheit frisches Kapital in Höhe von 55 Millionen US-Dollar von verschiedenen Investoren, darunter Amazon-Chef Jeff Bezos und Time Warner, einsammeln. Die Übernahme von Kosmix ist überraschend, da Suchtechnologie auf den ersten Blick keine direkten Verbindungen zu den sozialen und mobilen Anstrengungen Walmarts hat. Zuletzt hat das Unternehmen mit TweetBeat eine Seite gestartet, die thematisch verwandte Tweets zu Topthemen zusammenfasst. Im Februar 2011 hatte sich Walmart den digitalen Videodienst Vudu zugelegt.

via Walmart übernimmt Suchtechnologieanbieter Kosmix: Akquisition auf dem Weg zur digitalen Präsenz – internetworld.de.

Persönlicher Kommentar: Muss man für Social Commerce neue Firmen kaufen? Bin gespannt, ob dies wegweisend sein wir.

Apr 26

Amazon steht in Deutschland im Kreuzfeuer für die neue Preisregelung auf dem Marktplatz.

Im März hatte Amazon seine Geschäftsregeln für den Marktplatz, auf dem gewerbliche Onlinehändler Waren anbieten, geändert. Demnach müssen Onlinehändler auf der Amazon-Plattform ihre Waren günstiger oder ebenso günstig wie auf allen anderen benutzten Marktplätzen anbieten. Stichtag für die neue Regelung war der 31. März. Eine Übergangsfrist wurde den Onlinehändlern bis 1. Mai eingeräumt.

Bin gespannt ob das durch geht.

Quelle: Newsletter www.internetworld.de

Nov 12

Die auf Social Commerce spezialisierte Mainzer Internet-Agentur Netz 98 hat einige Profitipps zusammengestellt, wie Shopping-Widgets konzipiert sein müssen, damit sie von der Zielgruppe auch genutzt werden.

Widgets sind kleine, bannerähnliche Applikationen, die über HTML-Codeschnipsel in eine Website oder einen Weblog eingefügt werden können. Anders als statische Banner beinhalten sie dynamische Daten ihrer Ursprungswebsite, bieten häufig Interaktionsmöglichkeiten und können personalisiert werden. Widgets sind sehr flexibel einsetzbar und erreichen die User auch außerhalb der zentralen Webpräsenz des Anbieters mit Informationen und Funktionalitäten. Eine Spezialkategorie von Widgets stellen E‑Commerce-Applikationen innerhalb von Social Networks wie Facebook oder MySpace dar. Diese können von den Usern in die eigene Profilseite implementiert werden und sind dann für jeden sichtbar, der die Profilseite betritt. Der große Vorteil von Applikationen in Social Networks liegt darin, dass sie die Funktionen innerhalb der jeweiligen Plattform und die bestehende Verknüpfung zwischen den Usern nutzen können. Eine Shopping-Applikation ist allerdings nicht automatisch erfolgreich, nur weil sie existiert. Vielmehr ist sie stark vom Produktangebot und der Zielgruppe eines Händlers oder Marktplatzbetreibers abhängig und muss bestimmte Anforderungen erfüllen… Mehr zu diesem Thema: Internet World

Persönliche Bermerkung:
Die Nähe zum Kunden ist match-entscheidend!
Bin sehr gespannt, wie stark das Vertrauen in eine Community-Plattform den Kaufprozess fördert. Und freue mich auf die ersten Studien hierzu!