Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Affiliate-Programm
Laut Forrester Research hat E-Commerce spannende Wachstumsjahre vor sich. Bis 2011 wird die europäische Population der Online Shopper von 100 Millionen auf 174 Millionen wachsen. Das durchschnittliche jährliche Einkaufsvolumen wird von 1′000 auf 1’500 EURO steigen. Reisen buchen, Blumen verschicken, Lebensmittel und Getränke ordern – alles online. Nichts Neues. Wie aber lässt sich der Shop-Umsatz nachhaltig optimieren?
Online Shopping Schweiz 2007
Auch in der Schweiz wird Online Shopping immer wichtiger. Gemäss der Studie «Der Schweizer Onlinehandel – Internetnutzung Schweiz 2007» des Instituts für Marketing und Handel der Universität St. Gallen von März 2007 ist der Umsatz aus dem Onlinehandel in den letzten dreiJahren um über 2,2 Milliarden Franken auf heute 4,24 Milliarden Franken gestiegen. Es hat sich gezeigt, dass sich der Onlinehandel zulasten anderer Absatzkanäle durchsetzt. So werden immer mehr Produkte rein über den Onlinekanal eingekauft. Gemäss dieser Studie sind die beliebtesten Produktgruppen Flugtickets, Bankdienstleistungen und Eintrittstickets. Während über 40 Prozentder Internetnutzer ihre Flugtickets im Internet bestellen, kaufen nur zwei Prozent Lebensmittel online ein. Gemäss der HSG-Studie kaufen 34 Prozent der Schweizer Internet User mindestens einmal pro Monat online ein. Dies ist doppelt so viel wie im Jahr 2004.
Einfachheit als grosse Herausforderung
Auch eine zunehmende Anzahl an Unternehmen entdeckt das Internet für sich, vor allem als einen weiteren Vertriebskanal. Trotz steigender Umsätze muss die Internetindustrie zwei grosse Herausforderungen meistern: Die Vereinfachung der Webshops im Allgemeinen und dasBereitstellen von einfachen, aber sicheren Zahlungsmitteln im Internet.
Affiliate-Marketing als Vertriebskanal
Affiliate-Marketing gilt als die effizienteste Möglichkeit, die Umsätze im eigenen Shop deutlich und vor allem langfristig zu steigern. Als Shopbetreiber nutzen Sie ein Netzwerk von Websites, die über Werbemittel, Textlinks oder Produktlisten den eigenen Shop bewerben. Anstatt direkt für die Werbeleistung zu bezahlen, werden diese Affiliate Websites pro vermitteltem Kunden oder Salesvergütet. Dies bedeutet für den Shopbetreiber, dass nur dann Kosten entstehen, wenn auch Umsatz generiert wird. Ein Dienstleister übernimmt als Netzwerkbetreiber die gesamte Administration zwischen dem Shopbetreiber und den Affiliate Websites (Promotion, Freigaben,Werbemittel, Produktlisten, Auszahlungen, Kontrolle).
Tipps und Tricks
Um langfristig mit dem E-Shop über Affiliate Marketing Umsätze zu generieren, gibt es gewisse Tipps und Tricks, welche dem E-Shop-/E-Commerce-Leiter eines Unternehmens zum Erfolg verhelfen können.
1. Bekannte Brands im Konsumgüterbereich (B2C)
Am besten eignen sich Konsumgüter oder Produkte, die sich online gut verkaufen lassen, d.h. insbesondere Produkte, welche sich an ein breites Publikum richten. Vorteilhaft ist, wenn die Produkte im Markt und/oder bei der Zielgruppe bekannt sind. Zudem ist ein einprägsamerShopname (URL) empfehlenswert.
2. Attraktive Produkte
Wer online Sales generieren will, muss zuerst das eigene Angebot im Vergleich zu den Konkurrenten gut kennen. Ein attraktives Produkteangebot ist für den Erfolg wesentlich.
3. Konkurrenzfähige Provisionierung an die Affiliates
Wenn das Angebot an die Konsumenten geschnürt ist, dann muss man sich Gedanken über die Provisionen an das Vertriebsnetzwerk (Affiliates) machen. Auch hier ist es wichtig, konkurrenzfähig zu bleiben.
4. Visualisierung und Aktualität des Angebotes
Nicht nur die Abstimmung auf die Wünsche der Zielgruppe in Bezug auf Qualität, Umfang und Preis ist wichtig, sondern auch die Präsentation, das Bildmaterial und detaillierte Informationen. Ein einfaches Content Management-System (CMS) hilft dabei, den Shop mit allen vorhandenen Informationen schnell und einfach aktuell und damit attraktiv zu halten. Wichtig ist, dass das Produkt mit Bildern oder Videos schön präsentiert wird. Fehlerfreie Texte und scharfe Bilder beeinflussen die Präsentation in hohem Masse. Wenn möglich sollte das Bildmaterial in zwei bis drei verschiedenen Grössen mit Zoomfunktion zur Verfügung stehen.
5. Usability
Überlegen Sie bei jedem einzelnen Schritt, den ein User im Shop durchgehen soll, ob er tatsächlich notwendig ist oder ob man diesen vereinfachen bzw. kürzen könnte. Der User sollte sich jederzeit im Shop zurechtfinden und wissen, wo er klicken muss, um zum nächsten Schritt imBestellprozess zu gelangen. Ist dieser Prozess nicht optimal und nicht verständlich gestaltet, gehen potenzielle Kunden verloren, weil sie den Kaufprozess abbrechen.
6. Mehrere Zahlungsmöglichkeiten
Die Vielfältigkeit der Zahlungsmethoden erhöht die Chance eines Kaufs. Der Anbieter eines Online Shops sollte den Kunden die Möglichkeit geben, zwischen Kauf per Kreditkarte, per Rechnung, per Nachnahme oder per Lastschriftverfahren zu wählen.
7. Lieferung und Support
Die Funktion, die Lieferfrist online abzurufen, hilft dem potentiellen Kunden beim Kauf. Der Kunde erwartet eine rasche und zuverlässige Lieferung innerhalb von max. 2 bis 3 Tagen. Wenn dieser Service nicht möglich ist, sollte dies dringend klar kommuniziert werden. Eine einfache und unbürokratische Rücknahme von Produkte innert 14 Tagen ist ebenso wichtig wie die termingerechte Lieferung. Vom Support wird ein freundlicher und kompetenter Eindruckerwartet. Eine rasche Antwort in der gleichen Sprache gilt als Voraussetzung für ein Dienstleistungsunternehmen.
8. Export an den Affiliate Marketing-Partner
Nachdem die Attraktivität und Aktualität des Shops gewährleistet ist, gilt es nun, die Produktinformationen (in Form von Produktlisten) einfach an den Affiliate Marketing-Partner zu exportieren. Die E-Shop-Lösung sollte deswegen die Möglichkeit bieten, Produktlisten in verschiedenen Formaten exportieren zu können (XML, TXT, CSV).
9. Verkaufsorientierte Werbemittel und Promotionen
Sehr wichtig ist es zudem, klickfreudige und verkaufsorientierte Werbemittel einzusetzen und diese laufend zu verbessern und aktuell zu halten. Um die Verkäufe im Shop zu steigern, benötigt man definitiv andere Werbemittel als bei einer Brandingkampagne! Das Produkt und das Angebot stehen im Zentrum, nicht der Brand des Unternehmens. Verkaufsfördernde Massnahmen wie Aktionen, Garantien, Rabatte, kleine Geschenke, Zusatzangeboteoder Onlinespecials sind essenziell, um die Steigerung der Verkaufszahlen zu sichern. Kunden schätzen zudem Testberichte, Datenblätter, Produktvergleiche, Rezensionen oder Fachartikel, welche das Vertrauen fördern und zu einem Spontaneinkauf führen können.
10. Suchen und Finden einfach gemacht
Gerade bei Shops mit einem grösseren Sortiment spielt die Suchfunktion eine entscheidende Rolle, um die Besucher durch die Angebotsvielfalt zu führen. Dabei sollten sowohl eine präzise Suche (Expertensuche) als auch eine Suche nach Begriffen, die dem Suchbegriff ähnlichsind («Fuzzy Search»), möglich sein, damit sich Produkte einfacher finden lassen. Die strukturierte Produkteinteilung in Haupt- und Subkategorien oder Rubriken ist für das Suchen und Finden sehr wichtig. Empfehlenswert ist zudem, eine Suchmaske als Werbemittel zur Verfügung zu stellen.
5. August 2008 um 22:35
Die grundsätzlich guten Artikel im Online-Marketingreport werden durch solche doch extrem offensichtlichen PR-Beiträge runtergezogen, schade eigentlich. Darf jetzt jeder Anbieter Beiträge schreiben ?
6. August 2008 um 00:02
Hallo Kurt
Das war der erste Beitrag von Catrin und sie wird bestimmt in Zukunft keine PR-Artikel mehr posten.
Gruss Jörg
11. August 2008 um 11:06
Punkt neun ist der Punkt an dem viele Affiliate oft verzweifeln.
Qualitativ hochwertiges Bildmateriel in grosser Menge
wird von sehr sehr wenigen Programmanbietern zur Verfügung gestellt.
Umso mehr Potential haben kreative Affiliate welche selbst für das
notwendige Bildmaterial sorgen (lizenziert natürlich).
Ein paar Programme werde ich genau in diesem Punkt in den kommenden Monaten testen. Proaktiv. Bin gespannt wie die “auserwählten” reagieren.
18. Juni 2009 um 15:13
Sehr interessante und wichtige Informationen.
Danke.